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12.09.2018, 09:30 Uhr KOLUMNE

Quergedacht: Horst bleibt Horst

Von Marco Julius

Heimat-Horst: Der Name des Bundesinnenministers ist derzeit in aller Munde. Foto: Alexander Pohl/imagoHeimat-Horst: Der Name des Bundesinnenministers ist derzeit in aller Munde. Foto: Alexander Pohl/imago

Delmenhorst. Nein, die Gerüchte entbehren jeder Grundlage. Delmenhorst heißt auch künftig Delmenhorst. Eine Namensänderung, um sich endlich abzugrenzen von einem, der sich alle Nase lang zum Horst macht und auch so heißt, ist noch nicht angedacht.

Der irrlichternde Heimatminister Seehofer Horst, Anführer der Opposition gegen Angela Merkel, die selbst der Bayer nicht für die Mutter aller Probleme hält, wird eines Tages hoffentlich Ruhe geben, Delmenhorst trägt den Horst jetzt und für alle Zeit weiter stolz im Namen. Mit Namen macht man eh keine Scherze. Schon gar nicht so schlechte, wie sie Seehofer an seinem 69. Geburtstag kichernd über 69 Afghanen gemacht hat.

Wobei: Manchmal drängen sich Namenswitze doch auf. Erinnert sei an Bahnchef Mehdorn. Der hieß mit Vornamen zwar Hartmut, wurde aber doch immer nur Bahnchef Mehdorn genannt. Oder gar, mit osteuropäischem Einschlag, Panchev. Ähnlich geht es dem aktuellen Chef der Bahn Lutz. Den benamsten seine Eltern zwar Richard, er wird aber nun Bahnchef Lutz gerufen. Den gleichen Vornamen wie Mehdorn (Flughafen BER!) zu tragen, kann eine Last sein. Doch Bahnchef Lutz ist jetzt aus ganz anderen Gründen aus dem Gleis gesprungen. Er hat in einem Brandbrief an Kollegen mal das Kind beim Namen genannt und das aufgeschrieben, was Bahnkunden schon lange wissen.


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