Auch Druckgrafikfestival Stadtbücherei Delmenhorst bietet fünf Events gleichzeitig

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Koffer und Kunst prägen den 29. September laut (von links) Ulrike Schönherr und Anika Schmidt von der Stadtbücherei und der Künstlerin Julia Vogel. Foto: Vincent BußKoffer und Kunst prägen den 29. September laut (von links) Ulrike Schönherr und Anika Schmidt von der Stadtbücherei und der Künstlerin Julia Vogel. Foto: Vincent Buß

Delmenhorst. In seiner dritten Auflage zieht das Druckgrafik-Festival am Samstag, 29. September, in die Delmenhorster Stadtbücherei. Letztere steuert den Koffermarkt und eine „Filmlese-Spezial“ dazu bei. Das übergreifende Motto: „Voll Retro“.

„Es ist ein großer Tag geworden“, sagt Anika Schmidt, Leiterin der Stadtbücherei. „Wir haben mehrere Aktionen zusammengefasst.“ Die Größte ist das Druckgrafikfestival der Delmenhorster Werkstatt „Craftschöpferey“, das von 10 bis 18 Uhr im Obergeschoss der Bücherei zu Gast ist.

Drittes Druckgrafikfestival

Anders als die letzten drei Male findet die Veranstaltung nicht mehr im Gebäude des Haus Berger statt, weil dessen Zukunft laut Julia Vogel ungewiss ist. Die Inhaberin der „Craftschöpferey“ hatte vor vier Jahren die Idee für das Festival. Dieses soll lockerer sein als herkömmliche Ausstellungen in Kunstgalerien: „Die Bilder werden ohne Rahmen nackig an Stellwände gehängt.“ Wegen des fehlendes Rahmens sinke der Preis. Verkauft werden sollen die Kunstwerke nämlich auch. Vogel wünscht sich außerdem, dass Künstler und Besucher miteinander ins Gespräch kommen. „Die Hemmschwelle ist auf dem Festival niedriger als in einer Galerie“, glaubt sie.

Neben ihr stellen 13 Künstler ihre Werke aus, die meisten stammen aus Nordwestdeutschland. Mit dabei ist auch Capone, bekannt insbesondere für Fassadenmalerei in der Region. Viel größer werden soll das Festival nach Ansicht von Vogel übrigens nicht: Sie möchte es eher familiär halten. Ob die Aussteller das Motto „Voll Retro“ umsetzen, bleibt ihnen überlassen. Deshalb weiß auch die Veranstalterin nicht, wie die Kunstwerke aussehen werden. Von Linolschnitt bis Siebdruck ist bei Druckgrafiken vieles möglich. Eine Überraschung wird auch die „Retro-Insel“. Entworfen wird sie von der offenen Schreibgruppe der „Craftschöpferey“, die die Besucher auf eine Zeitreise mitnehmen will.

Zweiter Koffermarkt

Ebenfalls um 10 Uhr startet der Koffermarkt im Erdgeschoss der Stadtbücherei. Bis 13 Uhr präsentieren Hobbybastler alles, was sie geschaffen haben und in einen Koffer passt. Vieles davon greift das Retro-Motto auf, etwa Patchwork oder Lampen aus alten Kameras. Ziel des Koffermarktes ist es, Privatpersonen eine Plattform für ihre Werke anzubieten.

Auslöser war die große Nachfrage nach Do-it-yourself-Literatur in der Stadtbücherei: „Ich habe mich gefragt, was die Leute mit all den Sachen machen“, erzählt Mitarbeiterin Ulrike Schönherr. Und das Interesse war laut ihrer Kollegin Schmidt da: Zur Premiere des Koffermarktes im letzten Jahr seien 450 Besucher gekommen – mehr als doppelt so viele wie an einem regulären Samstag. In diesem Jahr sind noch drei von 20 Ausstellerplätzen frei. Anmeldungen werden telefonisch bis zum 15. September entgegengenommen unter (04221) 992400. Die Standgebühr beträgt 5 Euro.

Workshops: Scrapbooks und Bookogami

Passiv bleiben müssen Besucher an dem Tag nicht. Von 15 bis 17 Uhr können sie in einem Workshop lernen, wie man Scrapbooks erstellt. Darin können Erinnerungen mit Bildern und mehr festgehalten werden. Dementsprechend werden Teilnehmer gebeten, eigene Fotos mitzubringen. Daneben können sich Besucher von 16 bis 18 Uhr an „Bookogami“ versuchen. Der Name lässt es erahnen: Wie beim Origami werden die Seiten in Büchern werden so gefaltet, dass Buchstaben und Figuren entstehen. Ausrangierte Literatur stellt die Bücherei, die übrigens bis 18 Uhr auch Bücher ganz traditionell zum Lesen ausleiht.

„Filmlese-Spezial“

Nach einer einstündigen Pause öffnet die Bücherei ab 19 Uhr ihre Türen zu einer „Filmlese-Spezial“. Ab 19.30 Uhr wird ein Klassiker mit Marylin Monroe und Tony Curtis gezeigt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es sind allerdings nur 30 Plätze verfügbar. Wer mit Federboa oder Hut kommt, erhält ein Freigetränk. Weitere Getränke und Knabbereien kosten je einen Euro. Gefördert wird die Veranstaltung durch die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO).


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