Stadtmuseum Delmenhorst Postkarten erinnern an Kriegswirren

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Delmenhorst. Das Stadtmuseum Delmenhorst hat mit über 120 historischen Postkarten ein besonderes Geschenk erhalten. Der Heimatverein lenkt mit seinem neuen Jahrbuch den Blick auf den Ersten Weltkrieg und die Revolution.

Soldaten, Schlachtfelder und Stadtansichten: Mehr als 120 Postkarten aus der Zeit von 1901 bis 1924 hat Franz-Reinhard Ruppert dem Delmenhorster Stadtmuseum gestern übergeben. Der Großteil zeichnet das Kriegsgeschehen des Ersten Weltkriegs aus Soldatensicht und aus Sicht der Angehörigen nach. Soldaten schickten Karten mit kriegerischen Motiven, die Angehörigen antworteten mit Stadtansichten. Doch viel wichtiger, als das Motiv sei der Text, sagte Museumsmitarbeiter Bernd Entelmann. Er gebe Einblicke in die Gefühlswelt der Verfasser. Ein wahrer Schatz aus Museumssicht: „Das könnten wir nur durch Interviews erfragen“, sagte Entelmann und ergänzte: „Selten ist die Korrespondenz so geordnet erhalten geblieben.“ Daher finden die Postkarten im kommenden Jahr ihren Platz in einer Ausstellung über den Ersten Weltkrieg.

Heimatjahrbuch vorgestellt

Das Stadtmuseum bot gestern zudem die Bühne für die Vorstellung des Heimatjahrbuchs 2018 durch den Heimatverein. 1000 Exemplare sind gedruckt und im Buchhandel sowie im Museum für 14,95 Euro erhältlich. Mitglieder des Heimatvereins erhalten ein kostenloses Exemplar. Zwölf ehrenamtliche Autoren haben die Texte verfasst, die sich vor allem – aber nicht ausschließlich –mit den Themen „Erster Weltkrieg“ und „Revolution“ beschäftigen. Die Vielfalt neben den beiden Schwerpunkten ist groß: Sie reicht von der Wandererfahrung als Schlachtergeselle bis hin zu der Weserrenaissance in Delmenhorst. Plattdeutsche Texte lenken den Blick auf die Region. Berichte aus dem Vorstand und Vereinsmitteilungen runden das Jahrbuch 2018 ab.

Erste Ideen für das kommende Jahr

Für das Jahrbuch 2019 hat Friedrich Hübner, Vorsitzender des Heimatvereins, erste Ideen: „Es soll um 100 Jahre Frauenwahlrecht gehen, aber wir sind offen für andere Texte“, kündigte er an.


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