Historische Stadtansicht Häuser an der Heimstraße boten bessere Verhältnisse

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Ein Haus gleicht dem anderen: An der Heimstraße in Delmenhorst entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine mustergültige Werkssiedlung für Nordwolle-Arbeiter. Foto: Jens TönjesEin Haus gleicht dem anderen: An der Heimstraße in Delmenhorst entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine mustergültige Werkssiedlung für Nordwolle-Arbeiter. Foto: Jens Tönjes

Delmenhorst. Aufgereiht wie an der Perlenschnur säumen baugleiche Arbeiterhäuschen die Heimstraße. Im Hintergrund ist das 1898 zur Unterbringung von 150 jungen Arbeiterinnen der Nordwolle errichtete Mädchenheim zu erkennen.

Die Postkarte trägt einen Poststempel von 1909. Auch die Häuser der Heimstraße gaben vielen Beschäftigten der Norddeutschen Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei (NW&K) und deren Familien ein Dach über dem Kopf. Die Werkssiedlung wurde zwischen 1900 und 1922 angelegt.

Die vergleichsweise beschaulich wirkende Arbeiterkolonie mit ihren Doppelhäusern im Fachwerkstil stellte eine radikale Abkehr von den kasernenartigen Behausungen dar, die die Nordwolle ihren Arbeitern bis dahin bot. Den berüchtigten „Delmenhorster Verhältnissen“ sollte ein Ende bereitet werden.


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