Städtische Galerie Georg Winter zeigt Kunst im Wollepark in Delmenhorst

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Georg Winter stellt in seinem seiner Ausstellungsstücke dar, wie Menschen auf engstem Raum leben. Foto: Marie BusseGeorg Winter stellt in seinem seiner Ausstellungsstücke dar, wie Menschen auf engstem Raum leben. Foto: Marie Busse

Delmenhorst. Georg Winter zeigt in der neuen Ausstellung der Städtischen Galerie Delmenhorst sein Projekt „Georg Winter. Delmenhorster Modell“. Er will damit die Grenzen zwischen Kunstbetrieb und Alltag auflösen.

Bezahlbarer Wohnraum ist die zentrale Frage der Gegenwart für den Künstler Georg Winter. Wichtigster Bezugspunkt für das Projekt „Delmenhorster Modell“ ist der Wollepark. Rund zwei Jahre beschäftigte er sich mit der Stadt und ging beim Kennenlernen auch ungewöhnliche Wege: „Ich habe auch eine Nacht im Freien übernachtet“, sagt Winter, der als Professor an der der Hochschule für Bildende Künste Saar lehrt,.

Wollepark ist zentraler Bezugspunkt

Das Quartier wird für das Kunstprojekt an der Brache an der Stedinger Straße, am Nachbarschaftszentrum Wollepark und am Haus Coburg zur Schafsweide. Winter will mit seiner Ausstellung vor allem Menschen erreichen, die sich nicht mit Kunst beschäftigen. „Viele bleiben stehen, wenn sie die Schafe sehen, und tauschen sich aus“, erklärt Winter. Ein Effekt, den er sich in Wohnquartieren viel häufiger wünscht. „In einem guten Viertel wohnen die Menschen nicht nur nebeneinander, sondern sind auch im Kontakt“, ergänzt er. Es sei wichtig, dass Menschen, die in einem Viertel wohnen auch selbst mitreden können, was dort verändert wird.

Ausstellung in der Galerie

In der Ausstellung in der Städtischen Galerie wird die Frage nach bezahlbaren Wohnraum ganz konkret: Eine große Holzkiste zeigt, wie Menschen in Japans Städten wohnen. In einem anderen Raum sind Feldbetten aufgestellt, die zahlreichen Flüchtlingen 2015 ein Bett boten. Die Besucher können zahlreiche Installationen selbst nutzen.

In der Remise zeigen fünf Studierende von Georg Winter ihre Schau „ Fence Dance International“. Neben eigenen Installationen zeigen die Studierenden ein Video über ihre Eindrücke in Delmenhorst.


Die Ausstellungen „Georg Winter. Delmenhorster Modell“ im Haus Coburg und „Fence Dance International“ in der Remise sind noch bis zum 11. November zu sehen. Sie werden von zahlreichen Veranstaltungen begleitet.

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