Projekt in Delmenhorst Unternehmen bekommen Hilfe bei Digitalisierung

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Wollen Potenziale der Digitalisierung für Delmenhorst nutzen: Michael Rehe, Christian Wagener und Axel Langnau Foto: Sascha Sebastian RühlWollen Potenziale der Digitalisierung für Delmenhorst nutzen: Michael Rehe, Christian Wagener und Axel Langnau Foto: Sascha Sebastian Rühl

Delmenhorst. Mehr Effizienz, vereinfachte Prozesse, Arbeitserleichterung und noch viel mehr soll die Digitalisierung Delmenhorster Unternehmen bieten. Um ihr volles Potenzial nutzbar zu machen, arbeitet die Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft (dwfg) seit Mitte des Jahres mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum in der Region Hannover zusammen.

Die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Delmenhorst mithilfe der Digitalisierung ist das Ziel einer Zusammenarbeit der Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft und dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum aus der Region Hannover. Am 27. September sollen zunächst drei Betriebe besucht werden. Zwei aus dem Handwerk und einer aus dem IT-Bereich, wie dwfg-Geschäftsführer Axel Langnau am Mittwoch bei der Vorstellung der Zusammenarbeit verraten hat. „Das Projekt wird gefördert von Bund und Land und ist für uns kostenfrei“, erwähnte er einen großen Vorteil.

Vom Bäckereibetrieb bis zum Anlagenbauer

Dr. Michael Rehe, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums, und Christian Wagener, Koordinator des Dialogangebots, stellten das Angebot vor. „Wir besuchen Bäckereibetriebe, Anlagenbauer oder Automobil-Zulieferer und Digitalisierung bedeutet für jeden etwas anderes“, sagte Wagener, der im Rahmen seiner Tätigkeit schon 200 Betriebe besucht hat. Bei einzelnen Vorgängen biete die Digitalisierung große Potenziale. „Wir bieten jetzt umsetzbare Lösungen und nicht welche, die erst in zehn Jahren möglich werden.“ Die gefundenen und angegangen Optimierungen würden anschließend bekannt gemacht, so dass auch andere Betriebe davon profitieren können, so erkläre sich die öffentliche Förderung. Nach einem ersten Besuch gehe es individuell weiter. Es können Gespräche, Schulungen oder weitere Projekte folgen. Später sollen auch weitere Unternehmen in Delmenhorst besucht werden.

Effizienz bedeutet keine Entlassungen

„Durch unsere Projekte ist noch niemand entlassen worden“, betonte Dr. Michael Rehe. Durch technische Unterstützung hätten Behinderte in einem Betrieb kompliziertere Aufgaben übernehmen können. So wurden Fachkräfte für andere Aufgaben wie Qualitätssicherung verfügbar. „Digitalisierung ist ein unterstützendes Element.“ Sie biete Effizienz, Vereinfachung und Arbeitserleichterung. Auch Axel Langnau wollte Ängste vor der Digitalisierung als Arbeitsplatz-Vernichter abzubauen: „Es fehlen heute Fach- und Führungskräfte. Keiner gibt heutzutage gerne Personal ab.“

Lernfabrik kann besucht werden

Die technischen Möglichkeiten der Digitalisierung führt das Kompetenzzentrum in einer Lernfabrik vor. Dort werden Kugelschreiber produziert, maschinell, aber jeder einzeln mit einer individuell ausgewählten Ausstattung. „In der Lernfabrik erlebt man, von Anfang bis Ende, was dazu nötig ist, voll vernetzt zu arbeiten“, erklärte Christian Wagener. Die Produktion immer kleinerer Stückzahlen beschäftige viele Firmen.

Handwerkszeug zur Verbesserung

Durch die Zusammenarbeit sollen Unternehmen die Potenziale erkennen, bereits vorhandene Mittel besser nutzen lernen oder genug Wissen erhalten, um die Technik des Betriebs zu verbessern. „Wir machen Unternehmer in Schulungen fit für den Kauf“, erklärte Wagener.


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