Lehrerversorgung Delmenhorster GEW verlangt Chancengleichheit in der Schulbildung

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Gute Lehrerversorgung: Obwohl das Willms-Gymnasium Lehrer an andere Schulen abstellen muss, ist kein Engpass zu erwarten, hieß es Anfang August. An anderen Schulen sieht das anders aus. Foto: Frederik GrabbeGute Lehrerversorgung: Obwohl das Willms-Gymnasium Lehrer an andere Schulen abstellen muss, ist kein Engpass zu erwarten, hieß es Anfang August. An anderen Schulen sieht das anders aus. Foto: Frederik Grabbe

Delmenhorst. Mehr Gleichheit bei der Unterrichtsversorgung fordert der Ortsverband der GEW. Anlass ist die ungleiche Ausstattung mit Lehrpersonal der verschiedenen Schulformen und der Kommunen – wie am Beispiel Delmenhorst und Ganderkesee deutlich wurde.

Der Ortsverband der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) appelliert an die Bezirksregierung sowie an die Stadt Delmenhorst, sich dafür einzusetzen, die ungleiche Unterrichtsversorgung zwischen den verschiedenen Schulformen und zwischen den Kommunen aufzuheben.

Gymnasiallehrer müssen aushelfen

Wie die GEW mit Bezug auf einen dk-Bericht feststellt, seien die Gymnasien „die mit Abstand am besten versorgten Schulen“. Allerdings: „Die gute Versorgung dieser Schulart führt dazu, dass ein Teil der Lehrer zu weniger gut versorgten Schulen abgeordnet wird“, schreibt Peter Pielok für die GEW. Das war auch in Delmenhorst zum Schuljahresstart so: 194 Unterrichtsstunden in der Woche mussten Lehrer der zwei Gymnasien und der IGS Anfang August an anderen Schulformen aushelfen, insbesondere an Grundschulen.

GEW: Bildungschancen für Kinder müssen gleich sein

„Auf den ersten Blick ist diese Maßnahme der Bezirksregierung nachvollziehbar“, so Pielok. „Doch ist das Problem mit der Lehrerversorgung nicht ganz so einfach.“ So spricht Pielok unter anderem die bessere Versorgung in der Nachbargemeinde Ganderkesee an. „Die GEW erwartet von der Bezirksregierung, dass die Lehrerversorgung in allen Bereichen gleich ist, damit die Bildungschancen für die Kinder in dieser Hinsicht vergleichbar sind“, schreibt Pielok für die GEW weiter. „Und sie erwartet von der Stadt als Schulträger, dass diese sich energisch dafür einsetzt, die Vergleichbarkeit mit benachbarten Gemeinden endlich herzustellen.“


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