Jahnz: Braunen Sumpf austrocknen Delmenhorster gedenken den Opfern der Weltkriege

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Gedachten zu Tode gekommenen Fremdarbeitern: Die DGB’ler Uwe Helfrich (v.li), Ibrahim Ergin und Timo Kamm auf dem katholischen Friedhof. Später ging es zum Bungerhofer Friedhof. Foto: Frederik GrabbeGedachten zu Tode gekommenen Fremdarbeitern: Die DGB’ler Uwe Helfrich (v.li), Ibrahim Ergin und Timo Kamm auf dem katholischen Friedhof. Später ging es zum Bungerhofer Friedhof. Foto: Frederik Grabbe

Delmenhorst. Gegen Krieg und Gewalt, für Frieden und Demokratie: Der DGB hat in Delmenhorst den Opfern der zwei Weltkriege gedacht. Die jüngsten rechten Ausschreitungen in Chemnitz wurden verurteilt.

159 Zwangsarbeiter katholischen Glaubens fielen der Herrschaft der Nationalsozialisten in Delmenhorst zum Opfer. An sie erinnert auf dem katholischen Friedhof in Deichhorst eine Gedenktafel. Den Zwangsarbeitern – und allen anderen Opfern der zwei Weltkriege – wurde am Samstag gedacht. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatte zum Anti-Kriegstag eingeladen, zuerst in Deichhorst, später auf dem evangelischen Friedhof in Bungerhof.

„Eintreten für Demokratie und Frieden immer wichtiger“

Der 1. September, der Tag, an dem Nazi-Deutschland 1939 mit seinem Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg entfachte, stehe sinnbildlich für das Grauen des Krieges, für den beispiellosen Völkermord, sagte der Vorsitzende des Delmenhorster DGB, Uwe Helfrich. Das „unermessliche Leid und Grauen“ dürfe sich niemals wiederholen. Angesichts sich ausbreitender autokratischer Herrschaftssysteme, einer „neuen Weltunordnung“, werde das Eintreten für Demokratie und Frieden immer wichtiger.

Jahnz drückt Solidarität mit Chemnitz aus

Nach den jüngsten rechten Ausschreitungen in Chemnitz drückte in Bungerhof Oberbürgermeister Axel Jahnz seine Solidarität mit der ostdeutschen Stadt und seiner dortigen Amtskollegin aus. „Uns steht es nicht zu, Chemnitz zu verurteilen.“ Gleichzeitig gelte es, „den braunen Sumpf mit demokratischen Mitteln auszutrocknen“ und gegen rechte Tendenzen Courage zu zeigen. Jahnz: „Als Oberbürgermeister werde nicht einen Zentimeter zurückweichen.“

Stolz auf Delmenhorst

Auch Helfrich kam auf Chemnitz zu sprechen: „Die vielen Gruppen, Vereine und Parteien, die sich in Delmenhorst gegen rechts und für die Vielfalt einsetzen, machen mich stolz auf meine Stadt.“


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