Bedarfspläne für Delmenhorst SPD will künftige Strategie für Erziehung und Pflege

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Die Stadt baut das Kindergarten-Angebot aus – ob es genug Erzieher dafür geben wird, ist aber noch fraglich. Symbolfoto: dpaDie Stadt baut das Kindergarten-Angebot aus – ob es genug Erzieher dafür geben wird, ist aber noch fraglich. Symbolfoto: dpa

Delmenhorst. Wie es beim knappen Personal für Erziehung und Pflege in Delmenhorst weitergeht, will die SPD genau wissen. Man stehe vor großen Herausforderungen in der Zukunft. Nun soll die Stadt ermitteln, wie man sich am besten darauf einstellt.

Die SPD in Delmenhorst will genau wissen, wo es in der Pflege und Kinderbetreuung in Delmenhorst Potenzial gibt, und welche Herausforderungen künftig auf die beiden Bereiche zukommen wird. Deshalb hat sie zwei Anträge in den Bildungsausschuss eingebracht. Die Stadt soll beauftragt werden, für die kommenden Jahre den Bedarf an Erziehern und Pflegekräften einzuschätzen. Der Ausschuss hat den Anträgen am Donnerstagabend seine Zustimmung gegeben. Der Erste Stadtrat Markus Pragal erklärte, die Stadt würde den Auftrag annehmen.

Jetzt schon Bereiche unterversorgt

Beide Bereiche sind nach Ansicht der Gruppe SPD und Partner künftig großen Veränderungen unterworfen. Es würden zwar Betreuungseinrichtungen gebaut, aber es sei nicht sicher, ob die dort zu betreuenden Kinder überhaupt genug Betreuungspersonal haben werden. Die Gruppe fordert, den Bedarf an Erziehern zu ermitteln, den Personalbedarf regelmäßig darzustellen, bei Bedarf die Möglichkeiten für die Schaffung einer Ersatzschule auszuloten, oder Teilzeitausbildung zu ermöglichen.

Mangelnde Attraktivität

Im Bereich der Pflege sei es heute schon so, dass in der Stationären Pflege Stationen trotz Nachfrage leer blieben, weil die Fachkräftequote wegen des Fachkräftemangels nicht nachgewiesen werden könne. Die SPD/Partner-Fraktion will, dass die Zahl der unbesetzten Stellen ermittelt wird und die damit verbundenen Probleme, dass es eine mittelfristige Bedarfsplanung gibt, und dass mögliche Alternativen auch im Hinblick auf künftige Ausbildungsstätten entwickelt werden.

Beide Bereiche – Betreuung von Kindern sowie Pflege – hätten mehrere ausschlaggebende Probleme: In der Kinderbetreuung verdienen Nachwuchskräfte in der Ausbildung nichts – stattdessen müssen sie zum Teil sogar ihre Ausbildung bezahlen. Beide Metiers würden zudem an mangelnder Attraktivität leiden.

Zustimmung aus der Politik

Ulrich Droste, Schulleiter der BBS II in Delmenhorst, berichtete im Ausschuss von bereits bestehenden Umstellungen in der Ausbildung von Erziehern und sozialpädagogischen Assistenten. Die Nachfrage sei da. Schwer sei es, geeignetes Lehrpersonal zu finden. Der Erste Stadtrat Markus Pragal sicherte zu beiden Themen das Bemühen der Stadt zu. Beiden Anträgen wurde mehrheitlich zugestimmt. Verbindlich entschieden wird nach derzeitigem Plan im Stadtrat am 18. September.


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