Guido Wachtel neu in Gemeinde St. Marien Neuer Delmenhorster Pfarrer zeichnet gern Karikaturen

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Guido Wachtel wird neuer leitender Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Marien Delmenhorst. Foto: Sascha Sebastian RühlGuido Wachtel wird neuer leitender Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Marien Delmenhorst. Foto: Sascha Sebastian Rühl

Delmenhorst/Ganderkesee. Nach 13 Jahren in einem katholischen Kerngebiet wechselt Guido Wachtel als leitender Pfarrer nach Delmenhorst. Dem 49-Jährigen ist der persönliche Kontakt zu seinen Gemeindemitgliedern wichtig,

Exakt 444 Tage wird es gedauert haben, bis nach der Verabschiedung von Pfarrer Hubert von der Heide nun endlich am 9. September ein Nachfolger in der katholischen Kirchengemeinde St. Marien eingeführt wird. Am Sonntag, 9. September, ist es für den neuen leitenden Pfarrer Guido Wachtel soweit. „Die Gemeinde und das pastorale Team bedanken sich bei Norbert Lach für kommissarische Leitung während der Zeit der Vakanz“, betonte Michel Gellermann, Vorsitzender des Pfarreirates bei der Vorstellung des neuen Pfarrers.

Neuer Blickwinkel

Der „Neue“ war 13 Jahre lang Pfarrer in Vreden im Kreis Borken, einem katholischen Kerngebiet. „Dort sind 13 Prozent nicht katholisch, in Delmenhorst sind 13 Prozent katholisch“, stellte Pfarrer Guido Wachtel fest. Bereits 2017 habe er die Anfrage bekommen, nach Delmenhorst zu kommen. „Aber das passte nicht. Einige Prozesse in Vreden waren noch nicht abgeschlossen.“ 2018 habe die Sache anders ausgesehen und nach einem guten Kontaktgespräch in Delmenhorst war der Umzug beschlossene Sache.

Neue Gemeinde deutlich internationaler

Die Gemeinde ist mit ihren gut 13.000 Gemeindemitgliedern in sechs Kirchen in Delmenhorst und Ganderkesee kleiner als Wachtels vorherige, aber dafür internationaler. Circa 50 Nationen sind in der neuen Gemeinde des 49-Jährigen vertreten. „Das habe ich schon bei der ersten Taufe gemerkt. Hier kommen viele Länder zusammen.“ Dennoch seien die Kernfragen hier wie dort die Selben, vor allem: „Wie kann der Glauben lebendig gehalten werden?“

Typische Karriere

Hinter dem gebürtigen Recklinghauser liegt eine, so Wachtel, typisch katholische Karriere. Messdiener, Chorsänger, Jugendleiter, dann ein Vordiplom in katholischer Theologie, ein Abschluss an einer päpstlichen Universität in Rom und verschiedene Kaplanstellen lagen entlang seines Weges nach Delmenhorst. Seit 2005 ist er außerdem geistlicher Begleiter im Bistum Münster.

Kontakt zur Gemeinde ist ihm wichtig

In seiner neuen Stelle möchte er ebenfalls begleitende Gespräche führen, Besinnungstage anbieten und sich in Familienarbeit engagieren. „In Vreden habe ich das sehr gern gemacht. Fahrten und Ausflüge organisieren, gemeinsam Kreatives tun oder einfach in Kontakt kommen – auch bei einem Gläschen Bier.“

Begabter Karikaturenzeichner

Privat zeichnet Guido Wachtel gern Karikaturen. „Das stammt aus dem Studium, da habe ich gern die Professoren karikiert.“ Auch andere Bilder male er gerne, habe aber selten Zeit dazu. Außerdem lese er viel und interessiere sich für Geschichte und Kunstgeschichte.

Einführung am 9. September

Am 9. September um 10 Uhr wird Guido Wachtel in einem Festgottesdienst in sein neues Amt eingeführt. Offizialatsrat Bernd Winter wird in Vertretung des Weihbischofs die Leitung übergeben.


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