Soziale Arbeit in Delmenhorst Ausschuss stärkt Nachbarschaftsbüros den Rücken

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In den Nachbarschaftsbüros wurde Flüchtlingen bereits in der Vergangenheit die deutsche Sprache vermittelt. Archivfoto: Heike BentrupIn den Nachbarschaftsbüros wurde Flüchtlingen bereits in der Vergangenheit die deutsche Sprache vermittelt. Archivfoto: Heike Bentrup

Delmenhorst. Die Nachbarschaftsbüros in Delmenhorst sollen bleiben. Neben anderen Einrichtungen kann ihre Finanzierung nicht mehr wie bisher zu einem Großteil vom Land gefördert werden. Dennoch soll die Stadt die Differenz zahlen. Dafür sprach sich am 28. August der Sozialausschuss aus. Die SPD unterstrich den Bestandsschutz der Büros.

Die Finanzierung mehrerer sozialer Projekte in Delmenhorst soll bestehen bleiben – auch wenn es dafür weniger Förderung vom Land gibt. Dafür hat sich der Sozialausschuss der Stadt nun ausgesprochen. Zudem hat sich die SPD dafür stark gemacht, dass es einen Extravermerk gibt. Er soll betonen, dass die betroffenen Nachbarschaftsbüros auch über die Förderzeit hinaus weiter finanziert werden, solange der Rat dem nicht ausdrücklich widerspricht.

Geld verteilt auf weitere Städte

Die infrage stehende Förderung stammt aus dem sogenannten Integrationsfonds des Landes. Bisher hatte sich Delmenhorst vier Millionen Euro erhoffen können. Weil aber mittlerweile mehr Städte von einem zehn Millionen schweren Landes-Topf zehren müssen als ursprünglich geplant, sinkt der Anteil Delmenhorsts – auf gut drei Millionen Euro.

Differenz zahlt die Stadt

Das betrifft die Finanzierung von mehreren Projekten, die von dem Fonds bisher profitiert hatten: Umbau des Stadions, Hilfe zum Berufseinstieg von VHS, Stadt und Awo, Gemeinwesenarbeit in den Nachbarschaftsbüros oder die niedrigschwellige Flüchtlings- und Integrationsarbeit. Zum Teil stellten Akteure dieser Einrichtungen ihre Arbeit im Sozialausschuss vor und stießen auf großes Wohlwollen der Politiker. Das nun weniger zur Verfügung stehende Geld würde von der Stadt ausgeglichen werden. Bisher für die Einrichtung eines Inklusiven Integrationszentrums in der Fröbelschule eingeplantes Geld würde nicht mehr benötigt werden – die Einrichtung wurde bereits vom Rat angelehnt.

SPD unterstreicht Bestandsrecht

Die Politiker billigten den Plan, die soziale Arbeit auf nun erhöhte Stadtkosten weiterzuführen. Zusätzlich betonte die SPD in einem gesonderten Antrag zu dem Punkt, dass die Gemeinwesenarbeit in den Nachbarschaftsbüros ein Bestandsrecht bekommt. Dieses soll nur durch den Stadtrat aufgehoben werden. Dem stimmte der Ausschuss zu – auch wenn bereits jetzt laut Verwaltung eine konkrete Zustimmung des Rates zur Beendigung der Arbeit vonnöten wäre.


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