Handwerk buhlt um Nachwuchs Mehr als 50 Betriebe präsentieren sich in Delmenhorst

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Hoffen auf einen großen Zuspruch möglicher neuer Lehrlinge: Uwe Kliemisch, Hartmut Günnemann und Carsten Bleckwenn von der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land. Foto: Bettina Dogs-PrößlerHoffen auf einen großen Zuspruch möglicher neuer Lehrlinge: Uwe Kliemisch, Hartmut Günnemann und Carsten Bleckwenn von der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land. Foto: Bettina Dogs-Prößler

Delmenhorst. Dass das Handwerk einiges zu bieten hat, soll am 6. September der „Tag des offenen Handwerks“ zeigen. Dabei soll auch mit einem teilweise schlechten Image aufgeräumt werden.

„Entstaubt, geschliffen und frisch poliert“ - getreu dieses Slogans aus der Werbekampagne für das deutsche Handwerk will sich die Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburger Land um weiteren Nachwuchs bemühen. Mehr als 50 handwerkliche Betriebe aus Delmenhorst und dem Landkreis Oldenburg werden dazu am Donnerstag, 6. September, ihre Pforten öffnen und beim achten „Tag des offenen Handwerks“ zeigen, wie attraktiv eine Ausbildung im Handwerk sein kann.

Gute Grundlage

„Eine handwerkliche Ausbildung schafft eine solide Grundlage für alles Weitere“, betonte Hartmut Günnemann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburger Land, gestern Vormittag bei einem Pressegespräch. Um sich allerdings einen Überblick über die zahlreichen und zum Teil sehr verschiedenen Gewerke zu verschaffen, helfe im Vorfeld nur ein Blick ins Unternehmen, so Günnemann. „Info-Messen in großen Festhallen haben sich in der Vergangenheit nicht bewährt, um Nachwuchs zu gewinnen.“

Positive Darstellung

Und so laden die Kreishandwerker den potenziellen Nachwuchs seit 2010 lieber direkt ein. Mit Erfolg. „Die Jugendlichen, die vorbeikommen, haben sich in der Regel schon im Vorfeld mit dem Berufsbild und dem Unternehmen beschäftigt“, sagte Günnemann. Mit dem Ergebnis, dass in vielen Fällen direkt nach Praktikumsplätzen gefragt werde. Nicht selten entstünden hieraus dann Ausbildungsverhältnisse, die bis zum Ende durchgehalten werden würden. „Da sich beide Seiten bereits kennengelernt haben, werden die Ausbildungen auch seltener abgebrochen.“

Aufräumen mit schlechtem Image

Mit dem „Tag des offenen Handwerks“, der in der Zeit von 15 bis 19 Uhr veranstaltet wird, will die Kreishandwerkerschaft auch das zum Teil schlechte Image abbauen, das manchen Handwerksberufen noch immer anhaftet. So richtet sich der Tag auch an Lehrer und Eltern, um weitläufig vorurteilsbehaftete Klischees abzubauen.

Mehr Stellen als Bewerber

„Wir haben das Problem, deutlich mehr Stellen als Bewerber zu haben“, sagte der stellvertretende Kreishandwerksmeister Uwe Kliemisch. Jährlich kämen weniger Schüler. „Und um die bemüht sich die gesamte Wirtschaft. Und alle wollen die besten Köpfe“, so Günnemann.

Informationen zum Berufsalltag

Der „Tag des offenen Handwerks“ soll diesem Problem ein Stück weit entgegentreten. Interessierte Jugendliche können sich so direkt vor Ort über berufliche Perspektiven und Rahmenbedingungen informieren und sich ein Bild davon machen, wie der Joballtag einmal aussehen könnte. Bewusst wurde erstmals auf einen Donnerstag und nicht auf einen Samstag als Veranstaltungstag gesetzt. „Im Vorfeld der Vorbereitungen haben wir dieses Mal stark auf die Schulen gesetzt – egal welchen Schultyps“, so Günnemann. Dadurch sollen noch mehr Schüler erreicht werden als in Vorjahren, in denen 120 bis 240 Schüler kamen.

Broschüre bereits erhältlich

Die teilnehmenden Betriebe sind in einer separaten Broschüre aufgelistet, die in der Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft erhältlich ist. Zudem wurde sie im Vorfeld an alle weiterführenden Schulen in Delmenhorst und dem Landkreis verteilt.


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