Delmenhorster Josef-Hospital So werden Patienten in der Physiotherapie behandelt

Meine Nachrichten

Um das Thema Delmenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Ruth Evers (links), Leiterin der Physiotherapie-Abteilung des Josef-Hospitals Delmenhorst, zeigt den russischen Gästen die Warmpackungen. Foto: Vincent BußRuth Evers (links), Leiterin der Physiotherapie-Abteilung des Josef-Hospitals Delmenhorst, zeigt den russischen Gästen die Warmpackungen. Foto: Vincent Buß

Delmenhorst. Was bietet das Delmenhorster Josef-Hospital ambulanten und stationären Patienten in der Physiotherapie? Insbesondere um diese Frage geht es beim Besuch einer Delegation aus Borisoglebsk am Dienstag, 28. August.

Schon im Wartebereich wird klar, worauf Wert gelegt wird: „Auf den Stühlen liegen Sitzkissen für Rückenpatienten“, erklärt Ruth Evers. Sie leitet die Physiotherapie des Hospitals und führt die Gäste aus der russischen Partnerstadt Delmenhorsts durch die Abteilung. Neben einem Raum mit einigen Geräten für Krafttraining gibt es natürlich auch Therapieräume. Evers mahnt aber lachend: „Wenig Massage, viel Arbeit für die Patienten“ finde dort statt.

Extra für ältere Menschen, die Angst haben herunterzufallen, besitzt die Abteilung besonders große Bänke. Am sogenannten Schlingentisch können nicht nur die Beine, sondern der gesamte Körper aufgehängt werden. Das sei dann für Patienten, die nicht schwimmen dürfen, so, als wären sie im Wasser, erklärt Evers. Im Gruppenraum werden insbesondere Patienten der Schmerzklinik empfangen. Für Kurse stehen dort unter anderem Bälle und Trampoline bereit.

Die Physiotherapie-Abteilung betreut stationär und ambulant. „Die meisten sind sehr fleißig, denn sie wollen schnell wieder nach Hause“, berichtet Evers. Viele gehen nach der Entlassung in die Reha-Klinik. „Alles, was der Patient hier erreicht, muss er sich in dort nicht erkämpfen“, erläutert die Physiotherapie-Leiterin.

Das ist nach der Insolvenz passiert

Im Zuge der Insolvenz des Hospitals hat laut Evers auch die Physiotherapie-Abteilung ein paar Stellen verloren. Durch Umorganisieren sei das jedoch kompensiert worden. „Wir sind so besetzt, dass wir die Patienten gut betreuen können.“ Den generellen Aufwind im Hospital spüre sie mittlerweile auch – unter anderem an der wachsenden Patientenanzahl. „Das Vertrauen ist wieder da“, sagt Evers.

Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, erwerben Mitarbeiter laut der Leiterin seit jeher zusätzliche Qualifikationen. Auch die Ausstattung ändere sich. Statt Fango-Therapie nutzt das Team nun Warmpackungen. „Fango macht viel Dreck“, erklärt Evers. Die Warmpackungen könne man zudem überall einsetzen.

Die russischen Gäste – unter ihnen die Bürgermeisterin von Borisoglebsk – hören bei alldem aufmerksam zu und stellen Fragen. Denn bei dem Besuch sollen auch Erfahrungen ausgetauscht werden. Anlass ist das 25-jährige Bestehen des Deutsch-Russischen Sozial- und Kulturkreises.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN