Gewerkschafter mit erstem Angebot nicht zufrieden Delmenhorster VHS-Mitarbeiter fordern mehr Geld

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Beschäftigte der VHS in Delmenhorst fordern aktuell mehr Geld von ihrem Arbeitgeber. Archivfoto: Jan Eric FiedlerBeschäftigte der VHS in Delmenhorst fordern aktuell mehr Geld von ihrem Arbeitgeber. Archivfoto: Jan Eric Fiedler

Delmenhorst Die Beschäftigen der Volkshochschule (VHS) in Delmenhorst verlangen mehr Geld – und es ist möglich, dass die Stadt die Gehaltserhöhungen schultern muss. Das haben am Montag Vertreter der Arbeitnehmerschaft bei einem Pressegespräch deutlich gemacht.

Seit Mai befinden sich die Gewerkschaft Verdi zusammen mit Vertretern der Beschäftigen in Verhandlungen mit der Geschäftsführung der VHS. Laut Ulrike Schilling, Verdi-Verhandlungsführerin im Bereich Bildung, Wissenschaft und Forschung, habe die Arbeitgeberseite ein Lohn-Plus von 3,2 Prozent angeboten. An sich sei das Angebot nicht so schlecht, sagte Schilling. Allerdings enthalte es keine stufenweise Steigerung der Gehälter im Laufe der Jahre, wie es der Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes (TVöD) vorsieht. Und dies fordern die die 45 Beschäftigten, von denen 27 gewerkschaftlich organisiert sind.

Fordern bedeuten Mehrkosten von 90.000 Euro

Insgesamt, so Schilling, würden die Forderungen 90.000 Euro Mehrkosten im Jahr für die VHS bedeuten. „Aus Eigenmitteln kann sie das nicht finanzieren“, habe ihr der Geschäftsführer der Einrichtung, Martin Westphal, signalisiert. Darum hoffen die Beschäftigten der VHS – eine städtische Tochter – nun auf die Politik, die über den Rat die Stadt zu entsprechenden Zahlungen veranlassen könnte. „Erste Gespräche mit den Fraktionen außer der AfD gab es bereits“, sagte Betriebsrat Kai Reske.

Arbeitnehmer wollen Einkommensgefälle ausgleichen

Ein wichtiger Baustein sei die Anhebung unterer Einkommen durch Aufstockungen von Sockelbeträgen, betonten die Arbeitnehmer. Aktuell gebe es ein Einkommensgefälle von bis zu 15 Prozent, so Reske. Am 5. September wird weiterverhandelt.


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