Nabu meldet tödlichen Virus Sorgen wegen toter Amseln im Raum Delmenhorst

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Vor allem Amseln soll der tropische Virus befallen. Symbolfoto: dpaVor allem Amseln soll der tropische Virus befallen. Symbolfoto: dpa

Delmenhorst. Laut Nabu hat der tropische Virus Usutu die Region Bremen und Delmenhorst erreicht. Er sorge für tote Vögel, vor allem Amseln. Die Naturschützer bitten um Hilfe bei der Dokumentation. Die Stadt Delmenhorst hat bisher noch keine konkreten Hinweise auf den Virus ausgemacht.

Der Nabu schlägt Alarm wegen eines Virus in der Vogelwelt. Der sogenannte Usutu-Virus soll mittlerweile die Region Bremen erreicht haben. Davon seien vor allem Amseln betroffen, die apathisch werden und sterben. Einige tote Tiere sollen bereits in Delmenhorst gefunden worden sein. Der Naturschutzbund bittet um Hilfe.

Viele Meldungen an den Nabu

Mails, Anrufe und Facebook-Posts würden derzeit den Nabu Bremen beschäftigen. Wiederholt werden erkrankte und tote Amseln gemeldet. Die Erklärung des Nabu: „Der sogenannte Usutu-Virus hat in diesem Jahr das erste Mal auch Bremen in größerem Maße erwischt“, so der Nabu-Vogelexperte Florian Scheiba. Es gebe mittlerweile mindestens ein Dutzend Meldungen mit mehreren toten Vögeln vor. Auch dem dk sind Fälle geschildert worden. Unter anderem habe es Fälle im Landschaftsschutzgebiet Bywisch-Hullen gegeben. Laut Scheiba dürfte der warme Sommer in diesem Jahr die Ausbreitung des tropischen Virus begünstigt haben. Das Virus werde von Stechmücken auf die Tiere übertragen. Ausbrüche gab es bisher mehrmals.

Nabu bittet um Meldung

Um Verbreitung und Auswirkungen dieser neuen Gefährdungsursache für Vögel zu erfassen und zu bewerten, bittet der NABU um die Meldung kranker oder toter Amseln und das Einsenden von Proben an Virus-Experten. Um die tatsächliche Ausbreitung des Virus dokumentieren zu können, ruft der Nabu dazu auf, kranke oder verendete Tiere unter www.nabu.de/usutu-melden zu melden. Dort finden sich auch Informationen zum Einsenden von toten Tieren an das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Tote Vögel sollten nur mit Schutzhandschuhen oder einer umgestülpten Plastiktüte gegriffen werden. Für Menschen besteht nach derzeitigem Kenntnisstand keine gesundheitliche Gefahr.

Keine Hinweise bei der Stadt Delmenhorst

Die Stadt Delmenhorst hat sich derzeit nach eigenen Angaben noch nicht mit dem so geschilderten Amselsterben befasst. Laut Amtsveterinärin Dr. Nicolin Niebuhr gebe es konkrete Hinweise auf ein Amselsterben bisher noch nicht. Konkrete Gegenmaßnahmen gegen den Virus, die die Bevölkerung angehen könnten, gebe es nicht.


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