Befristungen zum Berufseinstieg NGG fordert Perspektiven für 520 Delmenhorster Neu-Azubis

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Die Gewerkschaft NGG beklagt mangelnde Perspektiven für Berufseinsteiger angesichts befristeter Arbeitsverträge. Symbolfoto: NGGDie Gewerkschaft NGG beklagt mangelnde Perspektiven für Berufseinsteiger angesichts befristeter Arbeitsverträge. Symbolfoto: NGG

Delmenhorst Bessere Perspektiven für Berufseinsteiger in Delmenhorst und umzu fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). 520 Neu-Azubis konnten sich zum Start ins Ausbildungsjahr in Delmenhorst über eine Lehrstelle freuen, zitiert die NGG die Arbeitsagentur.

„Eine große Hürde nach der Ausbildung ist jedoch der Trend zum Job auf Zeit – zur Befristung“, kritisiert Dieter Nickel, Geschäftsführer der NGG-Region Bremen-Weser-Elbe.

Nach dem aktuellen Mikrozensus seien insgesamt 268000 Niedersachsen befristet beschäftigt, das sei jeder dreizehnte Beschäftigte. Bei den Berufseinsteigern zwischen 20 und 30 Jahren seien es sogar 16 Prozent, Azubis nicht mitgerechnet.

Kritik an „Arbeitsplätzen mit Verfallsdatum“

Solche „Arbeitsplätze mit Verfallsdatum“ seien nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in der Nahrungs- und Genussmittelbranche besonders verbreitet. Hier seien bundesweit knapp 54 Prozent aller Übernahmen und 73 Prozent aller Neueinstellungen befristet. Das kritisiert Nickel als „Unternehmer-Unsitte“. Es könne nicht sein, dass Betriebe trotz Hochkonjunktur so stark auf Befristungen setzten, auch wenn keine Probezeit oder Schwangerschaftsvertretung vorläge.


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