Delmenhorster JHD im Aufwind Krankenhaus stellt wieder Ärzte und Pflegeschüler ein

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Nach einem Klinikneubau auf einem angrenzenden Grundstück könnten in den Höger-Bau (Foto) an der Wildeshauser Straße weitere Praxen einziehen. Foto: Melanie HohmannNach einem Klinikneubau auf einem angrenzenden Grundstück könnten in den Höger-Bau (Foto) an der Wildeshauser Straße weitere Praxen einziehen. Foto: Melanie Hohmann

Delmenhorst . Florian Friedel, Chef des Delmenhorster Stadtkrankenhauses, berichtet von deutlich gesenkten Monatsverlusten. Jetzt gehe es um mehr Profit und den geplanten Neubau.

Das städtische Krankenhaus (Josef-Hospital) geht mit einem verbesserten wirtschaftlichen Ergebnis und einer stabilen Kostenstruktur in die Detailplanung für einen Klinikneubau an der Wildeshauser Straße. Das haben gestern Geschäftsführer Florian Friedel und Oberbürgermeister Axel Jahnz nach einem vierstündigen Infomarathon für die Ratsparteien am Vortag bekräftigt.

200.000 Euro Verluste

Das 340-Betten-Haus habe seine monatlichen Verluste auf rund 200.000 Euro niedriger als erwartet begrenzen können. Erreicht worden sei das trotz schwieriger Insolvenzphase durch Senkung von Personalkosten (580 statt etwa 700 Vollzeitstellen) und Sachkosten etwa bei Labordiensten, Apotheke, Wäscherservice oder Catering. Noch im vergangenen Jahr habe der monatliche Verlust rund eine Million Euro betragen. Friedel bekräftigte, dass es jetzt das Ziel sei, „das Haus profitabler zu machen, indem wir die Kapazitäten noch besser nutzen“.

Attraktiv als Arbeitgeber

Das Krankenhaus sei inzwischen auch wieder attraktiv als Partner für sich ansiedelnde Praxen sowie als Arbeitgeber: Zum Oktober würden sechs Pflegeschüler übernommen, ehemalige Mitarbeiter kehrten zurück und vakante Oberarztstellen wie beispielsweise in der Inneren könnten wiederbesetzt werden. Im kommenden Jahr werde ein ausgeglichenes Wirtschaftsergebnis angestrebt.

Baustart 2019

2019 könnte zudem der Baustart für das neue Krankenhaus an der Wildeshauser Straße erfolgen. Laut Friedel wird der 30.000 Quadratmeter große Neubau unter Einbeziehung von bestehenden Gebäudebereichen deutlich kostengünstiger als das ursprünglich geplante Gebäude am Standort Josef-Stift in der Innenstadt. Hier wären es 120 Millionen Euro gewesen. Den Investitionsbetrag für Deichhorst mochte der Geschäftsführer noch nicht beziffern. Er wird geringer ausfallen, weil dort kein Flusslauf mit schwieriger Gründung überbaut werden müsse. Derzeit gehe es in die Feinplanung zur Vorstellung beim Sozialministerium, das noch abschließend der Förderung mit 70 Millionen Euro auch für den Standort Wildeshauser Straße zustimmen muss.


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