„Berufseinstieg kompakt“ Perspektiven für Geflüchtete in Delmenhorst

Von Jasmin Johannsen

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Freuen sich über den gelungenen Start des Projekts (v.li.): Andreas Wende (Baubetrieb Delmenhorst), Martin Westphal und Sabine Hillen (VHS), sowie Rudolf Mattern (Fachbereichsleiter Jugend, Familie, Senioren und Soziales), Doris Fuhrmann (AWO), Thomas Lauts (Fachdienstleiter Kindesunterhalt, Zuwanderung und Integration) und Harald Ditjurgeit (Geschäftsführer Baubetrieb Delmenhorst). Foto: Jasmin JohannsenFreuen sich über den gelungenen Start des Projekts (v.li.): Andreas Wende (Baubetrieb Delmenhorst), Martin Westphal und Sabine Hillen (VHS), sowie Rudolf Mattern (Fachbereichsleiter Jugend, Familie, Senioren und Soziales), Doris Fuhrmann (AWO), Thomas Lauts (Fachdienstleiter Kindesunterhalt, Zuwanderung und Integration) und Harald Ditjurgeit (Geschäftsführer Baubetrieb Delmenhorst). Foto: Jasmin Johannsen

joh Delmenhorst. Einen erfolgreichen Start konnten die VHS Delmenhorst, die AWO und der städtische Baubetrieb für das Projekt „Berufseinstieg kompakt“ verzeichnen. Die Maßnahme soll Geflüchteten bei der Berufsintegration helfen.

Geflüchteten die Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern: Mit diesem Ziel ist die neue Qualifizierungsmaßnahme „Berufseinstieg kompakt“ im vergangenen Mai gestartet. Ein erstes Resümee zogen nun die ausrichtenden Kooperationspartner des Projekts. Vertreter der hiesigen Volkshochschule (VHS), der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und des städtischen Baubetriebs zeigten sich begeistert von dem Konzept, das Sprach- und Berufsausbildung miteinander verbindet.

Sprachkurse im Mai begonnen

„Uns war es von Anfang an wichtig, dass wir mit dem Projekt ein Paket schnüren und beide Elemente ineinandergreifen lassen“, sagt Thomas Lauts, Fachdienstleiter Kindesunterhalt, Zuwanderung und Integration in der Verwaltung. Erarbeitet wurde eine Qualifizierungsmaßnahme, die geflüchtete Personen und Menschen mit Migrationshintergrund in vier Etappen auf den deutschen Arbeitsmarkt vorbereiten soll. „Mit einem Intensiv-Sprachkurs haben wir im Mai begonnen“, erklärt die VHS-Projektleiterin Sabine Hillen. In dieser Zeit wurden die Teilnehmer über vier Wochen sechs Stunden täglich sprachlich geschult. Zurzeit befinden sich die Männer in der Teilqualifizierung. Zwar findet auch der Sprachunterricht statt, konzentriert wird sich allerdings hauptsächlich auf die praktische Ausbildung. In drei Bereichen, dem Garten- und Landschaftsbau, der Gebäudereinigung oder dem Malerhandwerk, kann die Teilqualifikation erworben werden. Eine Erprobungs- und Stabilisierungsphase beendet die knapp einjährige Maßnahme. „In der Zeit sollen die Teilnehmer in Berufe oder Praktika vermittelt werden, dazu lernen sie auch schon Bewerbungen zu schreiben“, weiß Hillen.

Vertrauen aufgebaut

Soziale Unterstützung erfahren die Männer von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der AWO. „Wir hatten schon vor dem Projekt einen guten Zugang zu den geflüchteten Menschen“, meint AWO-Kreisgeschäftsführerin Doris Fuhrmann. Das aufgebaute Vertrauen würde nun genutzt werden, um den Teilnehmern moralisch zur Seite zu stehen und sie zum Durchhalten zu bewegen. Denn auch das sei nicht immer leicht. Von ursprünglich 18 nehmen noch zehn Männer an dem Projekt teil. Eine hohe Fluktuation aber auch die vorzeitige berufliche Vermittlung habe dazu beigetragen.

Große Fortschritte erkennbar

Trotzdem sind die Kooperationspartner von der Maßnahme überzeugt. „Natürlich gibt es hier und da Schwierigkeiten. Die Teilnehmer haben aber auch schon wirklich große Fortschritte gemacht“, kann der Weiterbildungsleiter des Baubetriebs Andreas Wende wöchentlich beobachten. Das Projekt ist momentan auf zwei Jahre beschränkt und wird durch die Mittel des Integrationsfonds für Delmenhorst finanziert.


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