Nach Abtransport explosiver Säure Delmenhorster Schule kehrt zu Normalbetrieb zurück

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Nach einem Fund von eingetrockneter Pikrinsäure musste das Willms-Gymnasium Delmenhorst am Dienstag geschlossen werden. Foto: Kai HasseNach einem Fund von eingetrockneter Pikrinsäure musste das Willms-Gymnasium Delmenhorst am Dienstag geschlossen werden. Foto: Kai Hasse

Delmenhorst. Das Willms-Gymnasium in Delmenhorst nimmt wieder seinen Normalbetrieb auf, nachdem die Schule am Dienstag, 21. August, wegen des Abtransports eines explosiven Stoffs geschlossen werden musste. Das berichtet der Schulleiter. Für ihn war wichtig, dass für keinen Schüler eine Gefahr bestanden hat.

Das Willms-Gymnasium hat seinen Schulbetrieb wiederaufgenommen. Das sagt der Schulleiter des Gymnasiums, Stefan Nolting. Am Dienstag zuvor, 21. August, war die Schule geschlossen worden, weil eine möglicherweise explosive Chemikalie aus dem Schulgebäude entsorgt werden musste. Am Mittwoch danach haben die ersten zwei Schulstunden stattgefunden, danach schloss sie wegen einer schulinternen Lehrerfortbildung, so Nolting. Ab Donnerstag werde dann der normale Betrieb wieder laufen.

Benachrichtigung an 1020 Schüler

Die Aufregung am Dienstag drehte sich um ein 100-Milliliter-Fläschchen sogenannter Pikrinsäure, die nach 30 Jahren Lagerzeit eingetrocknet war. In diesem Zustand ist der Stoff empfindlich gegen Stöße und Wärme, hochentzündlich und explosiv. „Man muss auf der sicheren Seite sein, gerade in Schulen“, so Nolting. Deshalb wurde die Säure, die im heutigen Schulalltag keine Rolle mehr spielt, von einem herbeigerufenen Kampfmittelräumdienst beseitigt. Bemerkt wurde die Chemikalie am Montag. Daraufhin folgte der Kraftakt, alle 1020 Schüler, die im Standort an der Willmsstraße zur Schule gehen, über alle möglichen Kommunikationskanäle zu benachrichtigen, dass am Dienstag die Schule ausfalle. Das sei in den meisten Fällen gelungen – nur zwei Schüler kamen am Dienstag zur geschlossenen Schule.

Bestand unter ständiger Prüfung

Was die weiteren genutzten Chemikalien angeht, sieht sich Nolting auf der sicheren Seite. Regelmäßig werde der Bestand geprüft – weshalb es auch zum Fund der eingetrockneten Säure gekommen sei. Weiter gebe es die üblichen brennbaren oder leicht radioaktiven Stoffe, die im naturwissenschaftlichen Unterricht genutzt werden, in den dafür vorgesehenen gesicherten Schränken.


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