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20.08.2018, 17:43 Uhr AUFSICHTSRAT FÜR DELMENHORSTER JHD

Sieben Mal Kompetenz vonnöten

Kommentar von Michael Korn

Ohne einen starken Aufsichtsrat wird das JHD kaum eine sichere Zukunft finden. Foto: Melanie HohmannOhne einen starken Aufsichtsrat wird das JHD kaum eine sichere Zukunft finden. Foto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. Die mögliche Besetzung des Aufsichtsrates für unser Stadtkrankenhaus lässt den Schluss zu, dass ausreichend Fachwissen genutzt und gebündelt werden kann. Das schreibt dk-Redaktionsleiter Michael Korn in seinem Kommentar.

Das erfolgreiche Leiten eines Krankenhauses ist in der heutigen Zeit mit dem früheren Verwalten von Bettenkapazitäten, Behandlungsmöglichkeiten und Personal nicht mehr zu vergleichen. Im Haifischbecken Gesundheitswesen ist bei wachsendem Kostendruck ein flexibles und dynamisches Management gefragt, das nicht nur die Geschäftsführung praktizieren muss.

Aktive Rolle

Auch der siebenköpfige Aufsichtsrat muss hier eine aktive Rolle einnehmen und strategische Ausrichtungen mitentscheiden. Das wiederum bedeutet, dass jedes einzelne Mitglied Kompetenz beweisen muss, die es zur Überwachung eines klinikspezifischen Managements befähigt. Keine leichte Aufgabe. Zumal in Delmenhorst die besonders herausfordernde Situation vorherrscht, ein Krankenhaus mit Insolvenzhintergrund und avisiertem 70-Millionen-Zuschuss für einen Klinikneubau in eine gesicherte Zukunft zu führen.

Kritische Fragen

Die mögliche Besetzung des Aufsichtsrates für unser Stadtkrankenhaus lässt den Schluss zu, dass ausreichend Fachwissen genutzt und gebündelt werden kann. Gleichwohl sind im Vorfeld der endgültigen Benennung kritische Fragen zu einzelnen Mitgliedern berechtigt – dabei geht es nicht um Persönlichkeit oder Reputation, sondern ausschließlich um Qualifikation.


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