Am 16. November gilt es Delmenhorst will „Vorlesestadt 2018“ werden

Meine Nachrichten

Um das Thema Delmenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Treibende Kräfte auf dem Weg zur „Vorlesestadt 2018“: (von links) Ulrike Schönherr, Anika Schmidt und Maren Michels von der Stadtbücherei Delmenhorst sowie Buchhändlerin Sabine Jünemann. Foto: Thomas BreuerTreibende Kräfte auf dem Weg zur „Vorlesestadt 2018“: (von links) Ulrike Schönherr, Anika Schmidt und Maren Michels von der Stadtbücherei Delmenhorst sowie Buchhändlerin Sabine Jünemann. Foto: Thomas Breuer

Delmenhorst. Im November könnte Delmenhorst bundesweit von sich reden machen – positiv. Es geht um einen besonderen Titel.

Anika Schmidt weiß, wie es geht. 2015 war die heutige Leiterin der Stadtbücherei Delmenhorst daran beteiligt, für Bremen die Auszeichnung „Vorlesestadt“ zu erringen. Am Freitag, 16. November, will sie ein weiteres Mal nach dem Titel greifen – diesmal für Delmenhorst und an der Seite vieler anderer Menschen. Sollte es im bundesweiten Vergleich zur „Vorlesestadt 2018“ reichen, erwartet Schmidt auf der überregionalen Bühne zur Abwechslung mal Schlagzeilen, die etwas Glanz in die Stadt bringen.

Titel wird seit 2013 jährlich vergeben

Seit 2013 loben die Wochenzeitung „Die Zeit“, die Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Stiftung den Titel in drei Kategorien aus. Immer am dritten Freitag im November, der bereits im 15. Jahr als bundesweiter Vorlesetag etabliert ist. Die Zielsetzung liegt auf der Hand: Kindern die Freude am Lesen vorzuleben und dabei ihren Wortschatz nachhaltig zu erweitern.

Zusammen mit Buchhändlerin Sabine Jünemann und unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Axel Jahnz strebt Schmidt jetzt den ganz großen Wurf für Delmenhorst an und hat in den vergangenen Wochen und Monaten fleißig dafür geworben. Die Resonanz ist gewaltig: Zwischen 50 und 60 Aktionen sind bereits im Werden, viele Institutionen und Privatpersonen wollen ihren Beitrag leisten.

Fußballgeschichten in der Umkleidekabine

Das Ganze auf zum Teil originelle Weise. In den Umkleidekabinen des SV Atlas sollen am 16. November Fußballgeschichten zu hören sein, im Ruhebereich der Grafttherme-Sauna wird Entspannendes vorgelesen, im Traditionszimmer des Delmenhorster Kreisblatts wird es um Reporter und ihre Jagd nach Neuigkeiten gehen, und Künstlerin Ute Meyer-Kolditz lädt zur literarischen Begegnung in ihr Atelier ein.

Ob kleine Runde oder großer Kreis, ob für eine angemeldete Gruppe oder öffentlich: Alles ist möglich, das machten die Initiatorinnen am Montagvormittag bei einer von mehreren Informationsveranstaltungen vor zwei Dutzend Vertretern verschiedener Einrichtungen deutlich. Die Stadtbücherei selbst wird am Tag der Tage zur Begegnung mit einem Geschichten erzählenden Zauberer einladen, und selbst das Rathaus-Büro des Ersten Stadtrats sowie der Wasserturm werden sich in eine Lesebühne verwandeln.

Start in zwei Kategorien

Delmenhorst wird sein Glück in zwei Kategorien versuchen: einmal als aktivste Vorlesestadt (Zahl der Aktionen gemessen an der Einwohnerzahl) und einmal als außergewöhnlichste Vorlesestadt (besondere Aktionen an besonderen Orten).

Auch wenn schon viel steht, es wird weiter gesucht: nach Vorlesern, nach außergewöhnlichen Orten, nach Gruppen mit Vorlesebedarf. Alle Aktionen, die bis zum 1. September gemeldet sind, können in eine eigens zum Tag aufgelegte Broschüre einfließen.

In Aussicht steht eine besondere Feierstunde

„Wir wollen diesen Titel!“, gibt Anika Schmidt die Marschrichtung vor und denkt schon ein wenig an die von den Initiatoren ausgelobte Feierstunde, die damit verbunden ist. Einmal nur positive überregionale Schlagzeilen für Delmenhorst, das wäre was.


Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um den Vorlesetag 16. November ist Maren Michels von der Stadtbücherei Delmenhorst. Zu erreichen ist sie per Mail an maren.michels@stadtbücherei-delmenhorst.de und telefonisch unter der Nummer (04221) 992472.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN