Einsparung durch Ident-System Salmen sieht Chancen für Delmenhorster Müllabfuhr

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In einzelnen Stadtteilen Delmenhorsts kam es immer wieder zu Schäden und wild herumliegenden Müll. Ein Ident-System soll zumindest mehr Kontrolle in die Abfuhr bringen können. Archivfoto: Kai HasseIn einzelnen Stadtteilen Delmenhorsts kam es immer wieder zu Schäden und wild herumliegenden Müll. Ein Ident-System soll zumindest mehr Kontrolle in die Abfuhr bringen können. Archivfoto: Kai Hasse

Delmenhorst. Hohe Anschaffungskosten, aber auch eine wesentlich praktischere Müllbeseitigung könnte die Einführung eines Ident-Systems bei der Müllabfuhr in Delmenhorst bringen. Darüber informierte Stadtwerke-Chef Hans-Ulrich Salmen nun im Umweltausschuss der Stadt.

Zum Teil mit Wohlwollen haben Umweltpolitiker in Delmenhorst zur Kenntnis genommen, welche Möglichkeiten ein Ident-System für die Müllabfuhr in Delmenhorst bieten würde. Hans-Ulrich Salmen, Geschäftsführer der Delmenhorster Stadtwerkegruppe, klärte über Vor- und Nachteile am Donnerstagabend, 16. August, im Umweltausschuss auf. Die Anschaffungskosten würden sich auf etwa 220.000 Euro belaufen. Es könnte aber zu Mehreinnahmen kommen.

Lesegeräte in den Abfuhrwagen

Salmen war um eine Einschätzung gebeten worden, weil es in Delmenhorst in vergangenen Monaten und Jahren immer wieder zu Schäden an Mülltonnen und Vermüllungen mancher Bereiche in der Stadt gekommen war. Das Ident-System verspricht eine bessere Zuordnung der Mülltonnen zu den Haushalten. Dabei gebe es einen Chip in den Tonnen und ein Lesegerät in den Abfuhrwagen. Das sorge für eine klare Zuordnung von Tonnen und Müllmengen. „Es hat den Vorteil, dass man genau weiß, wieviel in der Tonne ist, und wie häufig geleert wurde“, so Salmen, und weiter: „In Bremen wird dieses System genutzt, zum Teil mit guten Erfahrungen.“ Die Stadtwerkegruppe beziffere die Anschaffungskosten für alle Müllarten nun auf etwa 220.000 Euro. Die Kosten könnten umgelegt werden auf die Gebührenzahler. Es ermögliche jedoch auch, dass es keine ungewollten Leerungen gebe und somit die Kosten wieder sinken könnten. Konkrete Einsparpotenziale konnte er jedoch nicht angeben.

Kosten für Kunden Sache der Politik

Ob letztlich sinkende Kosten bei den Stadtwerken dazu führen, dass auch die Kunden weniger zahlen müssen, sei schließlich eine Frage der Satzung zur Müllbeseitigung – und die ist Sache der Politik. Zum Teil äußerten sich Politiker schon zustimmend.


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