Delmenhorster Fahrlehrer gibt Tipps Fachvortrag zu Sicherheit im Straßenverkehr

Von Thilko Gläßgen

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Anja Bramkamp (Deutsche Bank) überreichte Jürgen Schulz und Dr. Wolfgang Schmidt (Delmenhorster Bürgerstiftung) einen Scheck für den Vortrag von Erik Weißbrodt (hinten im Bild). Foto: T. GläßgenAnja Bramkamp (Deutsche Bank) überreichte Jürgen Schulz und Dr. Wolfgang Schmidt (Delmenhorster Bürgerstiftung) einen Scheck für den Vortrag von Erik Weißbrodt (hinten im Bild). Foto: T. Gläßgen

Delmenhorst. Etwa 60 Teilnehmer sind einer Einladung der Delmenhorster Bürgerstiftung. Neben Verkehrssicherheit ist auch die Zukunftstechnologie Elektromobilität ein Thema für viele Bürger.

Besondere Verkehrssituationen finden sich auch in Delmenhorst und umzu. Einige von ihnen hat der hauptberufliche Fahrlehrer Erik Weißbrodt für die Besucher seines Vortrags zum Thema „Mobil mit Sicherheit trifft Elektromobilität“ aufgeklärt.

Erstaunt zeigten sich viele Teilnehmer über die Regelung zum Überholen von anhaltenden Bussen. Ist hier das Warnblinklicht eingeschaltet, dürfen Autos nur noch mit Schrittgeschwindigkeit überholen. Gleiches gelte übrigens auch für den entgegenkommenden Verkehr. Steht der Bus ganz und hat sein Warnblinklicht eingeschaltet, ist das Überholen sogar komplett untersagt, erklärt Verkehrsexperte Weißbrodt den größtenteils verdutzten Seminarteilnehmern.

Gefahren im Kreisverkehr

Aber auch anderorts gäbe es seiner Ansicht nach noch Nachholbedarf in Delmenhorst. Am Kreisverkehr Niedersachsen-Damm/Annenheider Allee beobachte er täglich Verstöße. Das Überholen sei trotz der breiten Fahrspuren im Kreisverkehr untersagt. Außerdem müssen Autofahrer nur beim Verlassen des Kreisels blinken. Dennoch gibt Weißbrodt den Besuchern einen besonderen Hinweis mit auf den Weg: „Nicht immer aufs Recht bestehen.“ Rechthaben nütze doch bei einem Unfall wenig.

Im zweiten Teil des Vortrags widmet sich Weißbrodt seiner Passion: der Elektromobilität. Selbst fährt der 31-Jährige nämlich einen BMW I3. Zwar werden in Delmenhorst E-Autos bislang eher wenig angefragt, wie Verkaufsberater Stefan M. Duden von Autohaus Schmidt+Koch erklärt. Dennoch wurden seiner Aussage zufolge in 2018 bisher bereits eben so viele Fahrzeuge wie in 2017 verkauft.

Vorteile der E-Mobilität

Weißbrodt führt das auch auf die gestiegene Anzahl an Tankmöglichkeiten zurück. So gäbe es mittlerweile sieben Säulen im Stadtgebiet: „Wir befinden uns in einer großen Entwicklungsphase.“ Ein weiterer Vorteil für Fahrer der innovativen Technologie sind die geringen Inspektionskosten. Einzig Reifen und die Bremsanlage sind nennenswerte Verschleißteile. Kritisch bewertet Weißbrodt jedoch, dass viele der für die Batterie benötigten Rohstoffe aus Ländern wie dem Bürgerkriegsland Kongo stammen und somit wenig nachhaltig sind.


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