Historische Stadtansicht Bettruhe ab 22 Uhr im Mädchenheim auf der Nordwolle

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Das Mädchenheim der Nordwolle-Fabrik wurde 1898 eröffnet. Foto: Jens TönjesDas Mädchenheim der Nordwolle-Fabrik wurde 1898 eröffnet. Foto: Jens Tönjes

Delmenhorst. Auf dem weitläufigen Nordwolle-Areal steht es noch immer, das große, funktionale Gebäude, das einst als Mädchenheim diente.

Der Spaziergänger kommt an Ulmengarten und Heimstraße an diesem markanten dreigeschossigen Rotziegelbau vorbei. Die Postkarte, die sich im Besitz von Sammler Jens Tönjes befindet, zeigt das Mädchenheim nicht lange nach dessen Eröffnung im Jahr 1898.

Es bot 150 jungen, großteils aus Osteuropa zugewanderten Nordwolle-Arbeiterinnen eine vergleichsweise anständige Unterkunft. Sie wohnten in gut möblierten Zwei- und Dreibettzimmern. Ab 22 Uhr hatte Bettruhe zu herrschen.

Ein Drittel des Wochenverdienstes von bis zu 15 Mark hatten die Arbeiterinnen der NWK für Kost, Logis, Heizung und Wäsche zu entrichten. Als Mädchenheim diente das Gebäude bis 1922, danach folgten verschiedene andere Nutzungen.


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