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17.08.2018, 17:23 Uhr KOMMENTAR

Sozialwohnungsbau in Delmenhorst: Der Druck wird kommen

Kommentar von Frederik Grabbe

Symbolfoto: Henning Kaiser/dpaSymbolfoto: Henning Kaiser/dpa

Delmenhorst. Der Bestand von Sozialwohnungen in Delmenhorst ist in den vergangenen 23 Jahren drastisch gesunken. Zudem steigen die Mietpreise seit Jahren an. In Delmenhorst wähnt man sich in einer entspannten Lage – doch der Druck wird kommen. Ein Kommentar.

Jahrelange Leerstände haben bundesweit dafür gesorgt, dass der soziale Wohnungsbau schrittweise immer mehr zurückgefahren wurde. Seit einiger Zeit hat sich die Sachlage dank der Zuwanderung gedreht. Gerade in Ballungsgebieten ist die Wohnungsnachfrage mittlerweile enorm – und das wird sich auch auf Delmenhorst auswirken.

Zwar darf sich die Stadt derzeit in der entspannten Lage wähnen, zum einen ein relativ niedriges Mietniveau und zum anderen in der GSG eine Wohnungsbaugesellschaft zu haben. Beides ist nicht selbstverständlich. Und auf beidem sollte sich Delmenhorst nicht ausruhen. Erst 2017 meldete die Bremer Wirtschaftsförderung eine Rekordteuerung bei den Mieten. Setzt sich dies fort – und der Blick auf die Zinslage lässt das erwarten – werden zunehmend Bremer ins Umland und damit auch nach Delmenhorst gedrängt. Dies zeichnet sich bereits jetzt deutlich ab, zeigen Zahlen der Stadt. Damit werden sich auch Delmenhorster Mieten weiter verteuern.

Ein größeres Angebot für sozial Schwache vorhalten zu können – zumal auslaufende Mietpreisbindungen die Eingesessenen treffen – scheint auf jeden Fall angebracht.


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