Deichneubau in Delmenhorst Delme-Sanierung für 1,5 Millionen Euro in Planung

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Der Grund und auch der Wasserspiegel der Delme zwischen A28 und Graft liegen zu hoch. Die Verwallungen des Flusses sollen saniert werden. Foto: Kai HasseDer Grund und auch der Wasserspiegel der Delme zwischen A28 und Graft liegen zu hoch. Die Verwallungen des Flusses sollen saniert werden. Foto: Kai Hasse

Delmenhorst. An der Delme zwischen Graft und A28 stehen erhebliche Arbeiten an. Die Verwallungen der Delme müssen erneuert werden. Das wird die Stadt 1,5 Millionen Euro kosten.

Die Deiche der Delme müssen erneuert werden. Das Vorhaben soll nach bisherigem Plan 4,5 Millionen Euro kosten. 1,5 Millionen Euro davon würden auf die Stadt abfallen. Bei der derzeit favorisierten Variante der Sanierung würden 85 Bäume gefällt werden müssen. Das war Thema im vergangenen Umweltausschuss am 16. August.

Kein Zweifel an Notwendigkeit

Nötig wird die Sanierung, weil sowohl Wasserspiegel als auch Gewässersohle der Delme zwischen A28 und Graft zu hoch ist. Bei Untersuchungen war festgestellt worden, dass trotz Räumung von Sedimenten die Gewässersohle immer noch zu 40 Prozent der Strecke höher lag als das umgebende Freigelände. Die Standsicherheit der Delme-Verwallungen – also der Deiche – sei angesichts vergangener Hochwasserkatastrophen in Deutschland nicht mehr „rechnerisch nachweisbar gegeben“. Zu dem Ergebnis kam bereits eine Studie im Jahr 2014. Bei einem Hochwasser im Juni 2013 haben die Verwallungen zwar standgehalten. Aber an der Notwendigkeit einer Erneuerung bestünde keinen Zweifel. Bei einem Bruch im Falle eines Hochwassers könnten insbesondere an der Ostseite Richtung Adelheider Straße Schäden entstehen.

Teilneubau der Verwallungen

Mittlerweile kommt Bewegung in die Sache. Nun hat der Umweltausschuss Delmenhorsts am Donnerstagabend weitere Entwicklungen zur Kenntnis bekommen. Noch in diesem Jahr soll es ein Planfeststellungsverfahren geben. Eckdaten sind dabei die Kosten von 1,5 Millionen Euro für die Stadt. Die tatsächlichen Kosten belaufen sich nach derzeitigem Stand auf etwa 4,5 Millionen Euro. Es gibt eine Förderung von 70 Prozent. Kostenträger wäre zunächst der Ochtumverband Harpstedt. Zur Auswahl für die Sanierung gab es vor zwei Jahren bereits mehrere Varianten. Favorisiert wird eine Variante aus einem Teilneubau der vorhandenen Verwallungen, mit Spundwänden und einer Verrückung der bestehenden Verwallungen samt begrenzter Gewässerentwicklung – der Fluss würde also etwas in die Breite gehen. Zusätzlich würden etwa 85 Bäume weichen müssen.

Bäume werden ersetzt

Laut Fritz Brünjes, Fachbereichsleiter Planen und Bauen bei der Stadt, werde die Sanierung mit spürbaren Baumaßnahmen einhergehen, weil schweres Gerät in der Grünanlage arbeiten würde. Einen detaillierten Bauplan gäbe es aber derzeit noch nicht, er werde im weiteren Verlauf noch erarbeitet. Für die Bäume werde es Ausgleichspflanzungen geben.


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