Geschäftsführer zu Sparzwängen Josef-Hospital Delmenhorst wirtschaftlich „auf Kurs“

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Wirtschaftlich ist das JHD auf dem Weg zur Stabilisierung. Foto: Thomas BreuerWirtschaftlich ist das JHD auf dem Weg zur Stabilisierung. Foto: Thomas Breuer

Delmenhorst. Die Personal- und Sachkosten im Josef-Hospital Delmenhorst mussten laut Geschäftsführung drastisch gesenkt werden. Die Geschäftsführung sieht eine Stabilisierung.

Am Rande der Festwoche anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Palliativstation ist Florian Friedel, Geschäftsführer des Josef-Hospitals Delmenhorst, auch auf die wirtschaftliche Situation des Krankenhauses eingegangen. Seine Aufgabe sei es, „dafür Sorge zu tragen, dass wir mehr Geld einnehmen, als wir ausgeben“. Nur so könne man langfristig dem Versorgungsauftrag nachkommen und der „Bevölkerung in Delmenhorst und den umliegenden Gemeinden gute Medizin“ anbieten. (Weiterlesen: Pläne für JHD-Neubau in Delmenhorst gehen voran)

Drei Monate in kommunaler Trägerschaft

Im ökonomisch angeschlagenen JHD habe man sowohl die Personal- als auch die Sachkosten in den vergangenen Monaten drastisch senken müssen. „Wir können jetzt nach gut drei Monaten in neuer kommunaler Trägerschaft feststellen, dass wir durch diese Maßnahmen das Krankenhaus wirtschaftlich stabilisiert haben“, sagte Friedel.

JHD ist kein Einzelfall

Das JHD sei dabei nur eines von vielen Krankenhäusern, die dem enormen Kostendruck ausgesetzt seien. Nicht nur am JHD müsse ständig der Ressourceneinsatz überprüft werden. Die wirtschaftliche Situation sei kein Einzelfall, sondern fast schon exemplarisch. „Nach letzten Erhebungen der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft ist nur rund die Hälfte der Krankenhäuser in Niedersachsen derzeit in der Lage, Überschüsse zu erwirtschaften“, sagte Friedel.

Diskussion um Müllbeutel

Überschüsse seien aber dringend erforderlich, um Investitionen tätigen zu können. „Natürlich werden wir uns auch in Zukunft darüber Gedanken machen, ob wir wirklich noch zum Beispiel ein Ultraschallgerät für 85.000 Euro ersetzen müssen. Aber wir sind bei den Kosteneinsparungen schon längst auch bei den Cent-Artikeln angelangt und diskutieren darüber, ob wir zum Beispiel an bestimmten Stellen nicht dünnere und damit günstigere Müllbeutel einsetzen können“, betonte Geschäftsführer Friedel.


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