Ast auf Kinderspielplatz Sturmschäden an Bäumen fordern Delmenhorster Verwaltungskräfte

Meine Nachrichten

Um das Thema Delmenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Sturmschäden der vergangenen Tage fordern aktuell Kräfte der Delmenhorster Stadtverwaltung. Symbolfoto: Gertrud PremkeSturmschäden der vergangenen Tage fordern aktuell Kräfte der Delmenhorster Stadtverwaltung. Symbolfoto: Gertrud Premke

Delmenhorst. Sturmschäden der vergangenen Tage fordern aktuell Kräfte der Delmenhorster Stadtverwaltung. Dicke Äste auf Straßen und auch Kinderspielplätzen waren unter anderem die Folge eines Unwetters. Am Mittwoch nahmen Verwaltungskräfte die Lage auf einem Spielplatz in Augenschein.

Heruntergefallene Äste auf Spielplätzen und anderen Orten im Stadtgebiet infolge eines Unwetters in den vergangenen Tagen fordern derzeit die Mitarbeiter des städtischen Fachdienstes Stadtgrün. So haben städtische Kräfte am Mittwoch einen Spielplatz an der Teppichstraße in Augenschein genommen, auf dem ein dicker Ast direkt neben einem Klettergerüst gelandet ist. Das bestätigt Stadtsprecher Timo Frers auf Nachfrage. Auch an anderen Stellen waren Baumschäden, vermutlich als Folge der Trockenheit in diesem Sommer, zu sehen.

Baumkontrollen sollen für Sicherheit sorgen

(Weiterlesen: Windböe zieht durch Hude: Eiche kracht auf Auto)

Grundsätzlich stellt Frers klar, dass der Fachdienst jährliche Sichtkontrollen in städtischen Grünanlagen, auf Kinderspielplätzen, an Schulen und Kindertagesstätten sowie an Straßen durchführe. Bei geschädigten Bäumen werde häufiger geprüft. Diese Kontrollen entspringen der „Dienstanweisung zur Überprüfung der Bäume auf Verkehrssicherheit“, die 2004 erlassen worden sei. Sie diene der Sicherheit der Delmenhorster. Bei den Kontrollen werden unter anderem Schäden wie Totholz, abgestorbene Kronen, Höhlungen, Risse, Pilzbefall oder extreme Schräglagen dokumentiert. Über eine sogenannte Negativliste werden die Funde ausgewertet. Sie stelle die Grundlage für die Baumpflege dar, schildert der Stadtsprecher. Falls notwendig, werden kranke oder vorgeschädigte Bäume gefällt.

Eine 100-prozentige Garantie gibt es nicht

Bei allen Sicherheitsvorkehrungen teilt Frers aber auch mit: „Eine Garantie dafür, dass Bäume auch bei Sturm nicht umstürzen, kann es nicht zu 100 Prozent geben. Die Rechtsprechung geht von einem Restlebensrisiko aus, welches von jedem zu tragen ist.“ Ein solches Restrisiko gelte etwa auch für Gebäudeteile. Da die Stadt ihren Verkehrssicherungspflichten an ihren Bäumen nachkomme, hafte sie selbst nach außergewöhnlich heftigen Stürmen nicht. Frers: „Für derartige Fälle ist eine private Absicherung zu treffen.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN