dk-Serie: Das machen sie heute Delmenhorster Finanzfachmann pflegt Kontakte in alle Welt

Von Paul Wilhelm Glöckner

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Finanzfachmann mit Lateinamerika-Beziehungen: Michael Hink. Foto: Paul Wilhelm GlöcknerFinanzfachmann mit Lateinamerika-Beziehungen: Michael Hink. Foto: Paul Wilhelm Glöckner

Delmenhorst. Der frühere Leiter des Delmenhorster Finanzamts Michael Hink ist seit seiner Pensionierung weltweit aktiv. Er betreute Straßenkinder in Südamerika und hilft jetzt einem afrikanischen Chor.

Er war von 1995 bis 1999 Vorsteher des Finanzamtes Delmenhorst, doch zu unserer Stadt hat der gebürtige Hildesheimer Michael Hink (72) viel ältere Beziehungen. Der Jurist absolvierte nämlich einen Teil seines Referendariats unter Bernhard Bramlage in der Delmenhorster Stadtverwaltung, und seine Frau Regine stammt aus Elmeloh. Zunächst an der Fachhochschule Rinteln tätig, ging es nach der Wende nach Ballenstedt in Sachsen-Anhalt zwecks Aufbau und Leitung eines gleichartigen Instituts. Für drei Jahre abgeordnet, erfolgte dann die Versetzung in die Leitungsposition nach Delmenhorst.

Rechenunterricht für Straßenkinder

Und von hier aus entfaltete der Pensionär dann bis heute wahrhaft weltumspannende Aktivitäten, zum Wohle von Menschen in Entwicklungsländern. Vor allem in Süd- und Mittelamerika betreute Hink auf wochenlangen Reisen Straßenkinder, denen er, da er sehr gut Spanisch spricht, Schreiben und Rechnen beibrachte.

Junge Zuwanderer unterstützt

So lernte er Mexiko, Guatemala und vor allem Kolumbien kennen, musste aber nach einigen Jahren einsehen, dass „fünf Wochen dann doch nicht sehr viel Lernfortschritt bringen können. Ich schloss mich einem Stammtisch in Bremen an, dessen Mitglieder Zuwanderern aus Südamerika und Spanien Hilfe bei der Eingliederung anbieten“. Sein schönster Erfolg hierbei: „Ich betreute eine Studentin aus Kolumbien, die unbedingt Kinderärztin werden wollte, vermittelte ihr Deutschkenntnisse, brachte sie bei Dr. Böhmann im städtischen Krankenhaus als unbezahlte Praktikantin unter und seit zwei Jahren wirkt sie dort als Vollkraft.“

Einsatz für afrikanischen Chor

Und auch im nächsten Jahr wird sich Michael Hink gemeinsam mit seiner Frau wieder international einsetzen. Beide organisieren Auftritte der „African Vocals“, einer Band aus Namibia, die vom 26. April bis 3. Juni in ganz Deutschland auftreten wird. Ein Konzert in der Markthalle Delmenhorst am 2. Mai 2019 ist dabei schon fest eingeplant.


Das machen sie heute: Um viele bekannte Menschen, die über Jahre im Blickpunkt der Öffentlichkeit standen, beruflich oder ehrenamtlich Verantwortung getragen haben, ist es mitunter ein wenig still geworden. „Was macht heute eigentlich...?“ ist dann eine oft gestellte Frage. Das dk will in einer Artikelserie Antworten geben und freut sich dabei auch über Anregungen aus der Leserschaft per E-Mail an redaktion@dk-online.de.

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