Umpflanzung an der Graft Stiefmütterchen in Delmenhorst sollen weichen

Von Kai Hasse

Das Blumenbeet in der Graft. Foto: Melanie HohmannDas Blumenbeet in der Graft. Foto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. Die Pflanzung zwischen Bismarckstraße und Graft in Delmenhorst soll umgestaltet werden. Das sieht ein Plan der Stadt vor. Stiefmütterchen und Eisbegonien sollen pflegeleichteren Staudenpflanzen weichen.

Sehr beliebt ist die Pflanzung, die von der Bismarckstraße bis zur Graft führt. Aber auch pflegeintensiv. Nun soll es eine Erleichterung in der Pflege geben – aber auch eine geänderte Pflanzung.

Erheblicher Aufwand

In den vergangenen Monaten waren nahezu täglich Arbeiter der Stadt dabei zu sehen, wie sie die Pflanzen in dem Bereich zwischen Bismarckstraße und Graft pflegen und wässern. Im Frühling stehen dort Stiefmütterchen und im Sommer Eisbegonien. Aus einer Mitteilungsvorlage an den kommenden Umweltausschuss geht nun hervor, dass mit der Wechselbepflanzung aber „ein erheblicher personeller und finanzieller Aufwand verbunden“ sei. Denn – neben den Kosten für die Blumen selbst – müssen sie gepflanzt, gewässert und von Unkraut befreit werden, und hinzu kommt der Wechsel.

Staudenpflanzen statt Stiefmütterchen

„Bei derzeitiger Haushaltslage sind diese kostenintensiven Wechselbepflanzungen nicht mehr zeitgemäß“, heißt es in der Vorlage der Stadt. Die Kosten betrügen das zwölffache dessen, was an Kosten für pflegereduzierte Begrünungen mit Stauden, Zwiebelpflanzen und Ziergräsern entstehe. Ein Beispiel für diese Bepflanzung findet sich beispielsweise an der Begrünung beim Rathaus oder am Ehrenmal. Diese sollen künftig die Stiefmütterchen und Eisbegonien ersetzen. Die Kosten dafür – Bodenbearbeitung, Anschaffung der Pflanzen und Pflanzung selbst – würden 27.000 Euro kosten. Allein die Materialkosten für die bisherige Wechselbepflanzung betragen jährlich etwa 6000 Euro.

1,5 Millionen Euro für Verwallungen

Der Umweltausschuss tagt zu diesem Punkt am Donnerstag, 16. August, ab 17 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses. Einfluss hat das Gremium aber nicht: Die Vorlage kann lediglich zur Kenntnis genommen werden. Mehr Einfluss hat der Ausschuss bei weiteren Themen. So steht beispielsweise an, dass die Verwallungen der Delme zwischen Mili und Graft saniert werden müssen. In den Jahren 2020, 2021 und 2022 würden dafür 1,5 Millionen Euro Kosten für die Stadt anfallen – und 85 Bäume müssten weichen. Dafür braucht es eine Vereinbarung mit dem Ochtumverband Harpstedt, über den der Ausschuss befinden kann. Weitere Punkte sind ein Antrag der Grünen, Pestizide aus der Stadt zu bannen; die Anschaffung eines Ident-Systems, um den Missbrauch von Mülltonnen zu verhindern; ein Bericht über die Waldentwicklung; möglicher Bau eines Pumpwerks, um eine Überlastung des Randgrabens bei der Entwässerung des neuen Wohngebietes Heidkamp in Hasbergen zu verhindern.


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