Projekt in Delmenhorst Koordinierungsstelle will Frauen job-fit machen

Von Jasmin Johannsen

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Petra Borrmann und Claudia Becker (v.li.) freuen sich über das umfangreiche neue Programm der Koordinierungsstelle für Frauen und Wirtschaft. Foto: Jasmin JohannsenPetra Borrmann und Claudia Becker (v.li.) freuen sich über das umfangreiche neue Programm der Koordinierungsstelle für Frauen und Wirtschaft. Foto: Jasmin Johannsen

Delmenhorst. Der Wiedereinstieg in den Beruf ist nach einer Elternzeit für Frauen oft nicht leicht. Hilfe bietet die Koordinierungsstelle für Frauen und Wirtschaft mit dem Programm für das zweite Halbjahr 2018 an.

Frauen Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen ist seit 20 Jahren das Ziel der Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft (KOS). Auch das neue Programmheft für das zweite Halbjahr 2018 bietet mit rund 40 Veranstaltungen in Delmenhorst, dem Landkreis und der Stadt Oldenburg Unterstützung für den beruflichen Wiedereinstieg und die Weiterbildung von Frauen.

„In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich einiges geändert, leider sind Frauen trotzdem häufig noch beruflich benachteiligt“, weiß die KOS-Leiterin Claudia Becker. Gerade in Delmenhorst würden oft prekäre Arbeitsverhältnisse für Frauen herrschen. Befristete Beschäftigungen und Minijobs seien nicht selten an der Tagesordnung. Zudem würde vielen Frauen der berufliche Wiedereinstieg nach einer Familienzeit erschwert. „Da muss sich im Stadtgebiet noch einiges ändern“, befindet die Delmenhorster Gleichstellungsbeauftragte Petra Borrmann. Trotzdem hätten Frauen momentan „sehr gute Chancen“ auf dem regionalen Arbeitsmarkt.

Mit Einzelberatungen, Vorträgen und Seminaren zu Themen wie Selbstständigkeit, Kommunikation, Elternzeit, sowie beruflicher Wiedereinstieg und Neuorientierung sollen diese Chancen noch erhöht werden. Einen Schwerpunkt legt die KOS im Herbstsemester auf die Bewerbung und den „Dresscode“ der Frauen. „Der erste Eindruck ist maßgeblich“, erläutert Becker. Ein neues Seminar rund um das Erscheinungsbild wird deshalb gleich an sechs Standorten angeboten. Zudem finden zwei Berufseinstiegsseminare im Oktober und Dezember speziell für Migrantinnen statt. Überdies können Frauen wieder einen Weiterbildungsscheck bis maximal 200 Euro beantragen, um Kursgebühren zu begleichen.

„Wir haben seit 1998 mehr als 3.000 Frauen beraten und über 11.000 haben an unseren Seminaren teilgenommen“, erklärt Becker stolz. Solange es keine berufliche Gleichberechtigung gäbe, sieht sie auch in der Zukunft noch viel Handlungsbedarf für die KOS. Das neue Programmheft liegt an Plätzen wie der Stadtbücherei, dem Rathaus und der Volkshochschule aus. Zudem ist es im Internet abrufbar.


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