Empfang im Delmenhorster Rathaus Kommandeur Fey nimmt Abschied von Delmenhorst

Von Kai Hasse

Oberbürgermeister Axel Jahnz übergab Stephan Fey zum Abschied eine Gedenkmünze der Stadt Delmenhorst. Foto: Kai HasseOberbürgermeister Axel Jahnz übergab Stephan Fey zum Abschied eine Gedenkmünze der Stadt Delmenhorst. Foto: Kai Hasse

Delmenhorst. Oberstleutnant Stephan Fey, Kommandeur der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne, wechselt den Standort. Für ihn hat die Stadt nun einen Abschiedsempfang gegeben. Oberbürgermeister Axel Jahnz bezeichnete ihn als Freund. Fey appellierte an die Delmenhorster: „Seien sie stolz auf ihre Stadt!“

Oberstleutnant Stephan Fey wird noch eine Woche Kommandeur des Logistikbataillons 161 in der Delmenhorster Kaserne bleiben. Dann übergibt er den Posten an Oberstleutnant Torsten Andreas Ickert. Fey wechselt zur Logistikschule der Bundeswehr in Garlstedt, wo er Inspektionschef der 1. Inspektion wird. Dass er geht, nahm Oberbürgermeister Axel Jahnz zum Anlass, den nach seinem Wissen ersten Empfang zum Abschied eines Kommandeurs zu geben. „Die Stadt Delmenhorst hat Sie angenommen. Aber wir erleben Sie auch als Menschen, der sich für die Stadt interessiert und sie ins Herz geschlossen hat.“

Erster Kontakt durch Flüchtlinge

Die Unterbringung von Flüchtlingen hat die beiden, Stadt und Kaserne, oder Jahnz und Fey, eng zusammengebracht. Es sei schwer gewesen, in so kurzer Zeit eine solche Aufgabe zu bewältigen, sagte Jahnz. Fey habe sich schnell als Helfer gezeigt, auf den man sich verlassen könne. Die Patenschaft, die die Stadt für die Kaserne übernommen hat, sei wichtig gewesen. Sie werde weiter mit Arbeit, Sinn und Geist gefüllt werden. Fey und er hätten sich stets gut verstanden – auch wenn Fey FC-Bayern-Fan ist, so der HSV-Fan Jahnz.

Wenig Pendler in der Truppe

Fey bestätigte die enge Bindung. Jahnz sei einer, zu dem er schnell eine herzliche Beziehung aufbauen konnte. Mit ihm könne man sich über alles unterhalten, auch über Fußball, „obwohl er da keine Ahnung hat.“ Der 47-Jährige erinnerte sich, dass er kurz nach seinem Dienstbeginn den Anruf des Ministeriums bekam: Wieviel Infrastruktur er abgeben könne zur Aufnahme von Flüchtlingen, so die Frage. Ein Tag Zeit zur Antwort. Und Fey fand auch gerade durch diese Frage schnell Kontakt zu Rat, Wirtschaft und anderen Akteuren. Später wohnten dann bis zu 550 Flüchtlinge in der Kaserne. „Ich habe Delmenhorst unheimlich schätzen gelernt“, erzählt er, „seien Sie stolz auf Ihre Stadt.“ Ein klares Bekenntnis für Delmenhorst und die Region sei auch seine eigene, 1300 Mann starke Truppe: Nur 25 Prozent pendeln, der Rest lebe in Ganderkesee, Delmenhorst oder Umgebung.


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