Trockenheit schadet Bäumen massiv Wasserverbrauch rund um Delmenhorst auf Rekordhoch

Von Sonia Voigt

Beim Rasensprengen und Befüllen von Pools bitten SWD und OOWV Bürger weiter um Zurückhaltung. Der Wasserverbrauch in Delmenhorst und dem Landkreis Oldenburg erreicht weiterhin Höchstwerte. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpaBeim Rasensprengen und Befüllen von Pools bitten SWD und OOWV Bürger weiter um Zurückhaltung. Der Wasserverbrauch in Delmenhorst und dem Landkreis Oldenburg erreicht weiterhin Höchstwerte. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Delmenhorst/ Landkreis Oldenburg. Die Trinkwasserversorgung bleibt sicher, doch die Stadtwerke und der OOWV rufen weiter zu Sparsamkeit auf. Der Fachdienst Stadtgrün fürchtet um wertvolle Pflanzen.

Während Hitze und Trockenheit lange Ferientage im Freibad oder am See ermöglichen, stellen sie andererseits die Wasserwerke und den Fachdienst Stadtgrün vor große Herausforderungen. Der Wasserverbrauch erreicht in Delmenhorst sowie im Landkreis Oldenburg Werte weit über dem Durchschnitt, reißt teilweise sogar jahrzehntealte Rekorde ein. Und der Fachdienst Stadtgrün und Naturschutz betont: „Die langanhaltende Trockenheit macht dem Gehölzbestand stark zu schaffen.“

Mehr Wasser für Rhododendronpflanzen

Von trockenheitsbedingt umgestürzten Bäumen, wie teilweise im Landkreis Oldenburg, ist der Delmenhorster Stadtverwaltung zwar noch nichts bekannt. Der Baubetrieb soll aber noch mehr gießen, als es bisher schon mit einem Transporter, drei Schleppern und Feuerwehrhilfe geschieht. „Es ist beabsichtigt, in Bereichen der wertvollen Pflanzungen (zum Beispiel Rhododendronpflanzungen in der Graft, Rathausbeet etc.) die Wässerungsgänge zu intensivieren“, erklärt Maike Stürmer-Raudszus aus der Verwaltung der Stadt Delmenhorst. Bürger sind aber noch nicht zur Mithilfe aufgerufen.

Delmenhorster verbrauchen 14.000 Kubikmeter Wasser täglich

Statt der durchschnittlich 11.000 bis 12.500 Kubikmeter Trinkwasserverbrauch pro Tag, geben die Stadtwerke Delmenhorst aktuell 13.500 Kubikmeter und mehr im Stadtgebiet aus. Am Montag waren es rund 14.000 Kubikmeter, zuvor auch noch mehr. „Die Appelle haben offenbar Wirkung gezeigt“, registriert Sprecherin Britta Fengler erfreut, bittet die Delmenhorster aber weiter, sparsam zu sein. Von einer Entspannung könne noch nicht die Rede sein, eine weitere Trockenphase könne folgen. Doch eine Senkung des Wasserdrucks stehe nicht im Fokus.

Wasserdruck bleibt im OOWV-Gebiet gesenkt

Im Gebiet des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV), der den Delmenhorster Ortsteil Hasbergen sowie den Landkreis Oldenburg mit Trinkwasser versorgt, fließt das Wasser hingegen seit gut einer Woche langsamer aus den Hähnen. Im OOWV-Gebiet ist der Verbrauchsanstieg, auch wegen der vielen Nutztiere im ländlichen Raum, noch deutlicher. Statt 220.000 Kubikmeter täglich liege der Trinkwasserverbrauch fast kontinuierlich über 300.000 Kubikmetern am Tag, berichtet Pressereferent Heiko Poppen. Der am 26. Juli gemessene neue Spitzenwert der 70-jährigen Verbandsgeschichte – 332.222 Kubikmeter –sei aber nach der Senkung des Wasserdrucks nicht mehr erreicht worden. Die Wasserspeicher seien wieder besser gefüllt, die Versorgung gesichert. „Wir werden aber noch damit warten, den Druck wieder anzuheben“, sagt Poppen. Hiesige Kunden spürten ohnehin kaum Beeinträchtigungen, Probleme gebe es nur in einem Ortsteil von Lohne.


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