Berufseinführungskurs in Delmenhorst Kreishandwerkerschaft will für guten Start sorgen

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Die freie Dozentin Iris Debbeler sowie Hartmut Günnemann und Carsten Bleckwenn (hinten v.li.) von der Kreishandwerkerschaft haben Tipps für die neuen Auszubildenden. Foto: Marco JuliusDie freie Dozentin Iris Debbeler sowie Hartmut Günnemann und Carsten Bleckwenn (hinten v.li.) von der Kreishandwerkerschaft haben Tipps für die neuen Auszubildenden. Foto: Marco Julius

Delmenhorst. Die 20 Auszubildende aus handwerklichen Betrieben stehen ganz am Anfang ihres Berufslebens. Damit vom Start weg alles gut läuft, gibt die Kreishandwerkerschaft entsprechende Tipps.

Sie haben bereits ein paar Tage „Betriebsluft“ geschnuppert, die 20 Auszubildenden, die sich zu dem Berufseinführungsseminar der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land eingefundne haben. Im vierten Jahr wird dieser Kurs angeboten, damit der Einstieg leichter fällt. „Aus dem relativ behüteten und geregelten Schulalltag geht es jetzt für viele Jugendliche ins Berufsleben. Hier erfahren die Auszubildenden, was es heißt selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln“, sagt Hartmut Günnemann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Rechte und Pflichten

Als Dozentin von Beginn an dabei ist Iris Debbeler. Ihr Ziel: Den Teilnehmern die Grundregeln der Kommunikation im Betrieb, die Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsverhältnis, die Methoden der Selbstmotivation und den Umgang mit Kritik vermitteln. Daneben spiele auch die menschliche Interaktion mit dem Chef, den Mitarbeitern und den Kunden eine wesentliche Rolle zum Gelingen eines perfekten Ausbildungsstarts. Auch diese Aspekte sind Teil des Seminars.

Das Wort „Knigge“ hört Iris Debbeler nicht gern. „Das klingt verstaubt. Aber es ist sicher gut, den jungen Menschen Verhaltensregeln mit auf den Weg zu geben.“ Dass man seine Krankmeldung nicht per Whatsapp an einen x-beliebigen Kollegen schickt, das sei so ein ganz praktischer Tipp.

Regeln wichtig

„Die Arbeitswelt hat sich in den vergangenen 30 Jahren strak verändert – und sie wird sich noch weiter verändern. Diesen Weg müssen wir mitgehen“, sagt Debbeler. Digitalisierung sei da nur ein Stichwort. Die Jugendlichen von heute seien durchaus selbstbewusster als früher, oft fehlten ihnen aber klare Regeln und Vorgaben, da komme es zu Unsicherheiten. Auch daran soll der Kurs etwas ändern.

„In Großbetrieben gibt es für die Auszubildenden meist eigene Seminar, kleine Firma können das nicht leisten, da unterstützen wir dann gern“, sagt Günnemann. „Arbeitgeber und Auszubildende profitieren beide von unserem Angebot.“ Er richtet den Blick sowie gern auf die Auszubildenden im Handwerk: „Ohne eigenen Nachwuchs kann das Handwerk nicht in die Zukunft gehen. Eine gute Ausbildung ist die Basis für alles Weitere.“

Als attraktive Arbeitgeber präsentieren

Und um den Nachwuchs zu gewinnen, seien auch die Arbeitgeber gefordert. „Zunehmend müssen sich Handwerksbetriebe den Schulabgängern als attraktive Arbeitgeber präsentieren. So sorgen bereits viele Unternehmen für einen tollen Empfang, eine perfekte Ausstattung mit den wichtigsten Arbeitsutensilien, Arbeitskleidung mit Logo des Betriebes und natürlich mit dem Vorstellen der Kolleginnen und Kollegen.“

Die Kreishandwerkerschaft will die Auszubildenden der acht angeschlossenen Innungen „mit Fachkompetenz und Weiterbildungen“ für Betriebsinhaber und Mitarbeiter unterstützen. Günnemann und sein Nachfolger Carsten Bleckwenn jedenfalls gratulieren den Azubis zur Berufswahl. Bleckwenn freut sich auf einen Jahrgang, den er „möglichst geschlossen“ auf der Freisprechungsfeier zum Ende der Ausbildung wieder sehen möchte.


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