Delmenhorster Polizei warnt Betrugsversuche von falschen Polizisten in der Region

Von Jan Eric Fiedler

Die Polizei warnt vor Betrugsanrufen. Symbolfoto: Gert WestdörpDie Polizei warnt vor Betrugsanrufen. Symbolfoto: Gert Westdörp

Delmenhorst. Im Laufe des Montags, 6. August 2018, hat es im gesamten Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch wieder viele Anrufe von vermeintlichen Polizeibeamten gegeben.

An Bargeld oder Wertgegenstände gelangten die Täter laut Mitteilung der Polizei nicht, weil die angerufenen Personen gut reagiert haben. Die Polizei rät weiterhin zu Vorsicht und bittet um Sensibilisierung älterer Mitmenschen.

Anrufer haben es auf Wertgegenstände abgesehen

In den Gesprächen am Telefon teilen die rhetorisch geschickten Täter laut Polizei mit, dass es in der Nachbarschaft oder aber im Nahbereich vom Wohnort des Angerufenen zur Festnahme von Einbrechern gekommen sei. Bei den Tätern konnten durch die angebliche Polizei Hinweise gefunden werden, die darauf hindeuten, dass auch in die Wohnung der jeweils angerufenen Person eingebrochen werden soll. Dabei wird zunächst gefragt, ob überhaupt Wertgegenstände im Haus befindlich seien. Zudem bieten die falschen Polizisten an, dass sie Wertgegenstände und vor allem Bargeld an sich nehmen und so vor dem geplanten Diebstahl schützen wollen. Dazu wird in der Regel ein „Kollege“ an die Wohnanschrift geschickt, der die Gegenstände in Verwahrung nimmt. In Ausnahmefällen werden die späteren Opfer aber auch zur Übergabe der Wertgegenstände/des Bargelds auf großen Parkplätzen oder anderen belebten Orten aufgefordert.

Sofort Kontakt zur „richtigen“ Polizei suchen

„Der einfachste Weg ist die sofortige Beendigung des Gesprächs“, rät die Polizei. Auf gar keinen Fall sollten Vermögensverhältnisse und aufbewahrte Wertgegenstände am Telefon preisgegeben werden. Im Anschluss an das beendete Gespräch sollte sofort Kontakt zur „richtigen“ Polizei aufgenommen werden. Das Informieren von Verwandten oder Bekannten kann ebenfalls für Sicherheit sorgen. „ Sollten Zweifel bestehen, ob es sich nicht doch um einen echten Polizisten handelt: Fragen nach Namen und Dienststelle des angeblichen Polizeibeamten mit dem Angebot eines Rückrufs sind ein guter Weg zur Klärung“, wird in der Mitteilung empfohlen. „Dabei darf auch gerne der polizeiliche Notruf 110 gewählt werden. Die Kollegen in der Leitstelle können überprüfen, ob es den angeblichen Kollegen in der genannten Dienststelle wirklich gibt und einen Kontakt herstellen.“

Keine Scheu zeigen

„Die „richtige“ Polizei wird niemals in Telefongesprächen nach Vermögensverhältnissen fragen. Außerdem nimmt die Polizei niemals Wertgegenstände in Verwahrung, um so vor Einbruch und Diebstahl zu schützen“, stellt die Polizei klar. Ist es trotz aller Vorsicht zu einer Tat gekommen, sollte keine falsche Scheu gezeigt und unbedingt Anzeige bei der „richtigen“ Polizei erstattet werden.


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