Rekommunalisierung abgeschlossen Delmenhorster Krankenhaus ist ab 1. Mai wieder städtisch

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Ab dem 1. Mai ist die Stadt Delmenhorst wieder alleiniger Träger des Josef-Hospitals Delmenhorst (JHD). Symbolfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpaAb dem 1. Mai ist die Stadt Delmenhorst wieder alleiniger Träger des Josef-Hospitals Delmenhorst (JHD). Symbolfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Delmenhorst. Ab dem 1. Mai ist die Stadt Delmenhorst wieder alleiniger Träger des Josef-Hospitals Delmenhorst (JHD). Mit diesem Tag endet laut Mitteilung der Stadt auch das Insolvenzverfahren, das im vergangenen Dezember eröffnet wurde.

Ab dem 1. Mai ist die Stadt Delmenhorst wieder alleiniger Träger des Josef-Hospitals Delmenhorst (JHD). Mit diesem Tag endet laut Mitteilung der Stadt auch das Insolvenzverfahren, das im vergangenen Dezember eröffnet wurde. „Das ist ein guter Tag für alle Delmenhorster und ganz besonders für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Josef-Hospitals“, wird Oberbürgermeister Axel Jahnz in der Mitteilung des Rathauses zitiert. „Wir sichern so die wohnortnahe Krankenversorgung unserer Bürgerinnen und Bürger und erhalten rund 900 Arbeitsplätze.“ Eigentlich wollte die Stadt das Krankenhaus bereits zum 1. März übernehmen.

Jahnz: Stadt übernimmt volle Verantwortung für Daseinsvorsorge

Mit der Rekommunalisierung gehe Delmenhorst einen Weg, der in vielen Städten und Gemeinden zurzeit diskutiert werde. Und bei diesem übernehme die Stadt die volle Verantwortung für die Daseinsvorsorge. Ein Schritt, der durchaus mit Risiken behaftet ist. Wie die Kommunalaufsicht Ende März feststellte, stelle das JHD ein „erhebliches Risiko“ für die städtischen Finanzen dar, allerdings lobten die Finanzwächter auch die Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung. Jahnz bekräftigt nun, dass trotz dieser Risiken die Entscheidung zur Rekommunalisierung richtig war und „viele Chancen für die Stadt“ bietet.

Dank an die Klinik-Mitarbeiter

Oberbürgermeister Jahnz bedankt sich in der Mitteilung bei allen Beteiligten bei der Überführung der Klinik in die städtische Hand. JHD-Geschäftsführer Florian Friedel richtet seinen Dank an alle Beschäftigten , die gemeinsam mit Politik und Geschäftsführung „für die Zukunft des Krankenhauses gekämpft haben“. Nach dem Ende der Insolvenz könne man nun wieder anfangen, vorwärts zu denken. Im Zuge der Insolvenz waren rund 130 Mitarbeiter entlassen worden. Um die Prozesse in der Klinik weiter zu optimieren, kündigte Friedel kleinere bauliche Veränderungen, beispielsweise in der Notaufnahme oder für ein Ambulantes Zentrum an.


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