Trauernde treffen sich dienstags Delmenhorster Hospizverein erweitert sein Angebot

Von Thilko Gläßgen

Sie haben die offene Trauergruppe initiiert: Barbara Franke-Raß, Nicole Krömer und Martina Meinken (v.l.). Foto: thilSie haben die offene Trauergruppe initiiert: Barbara Franke-Raß, Nicole Krömer und Martina Meinken (v.l.). Foto: thil

Nicht nur Sterbebegleitung, sondern auch den Hinterbliebenen möchte sich das neue Projekt des Hospizvereins Delmenhorst widmen. In der offenen Trauergruppe soll ein reger Austausch stattfinden.

Delmenhorst. Wer einen geliebten Mitmenschen verliert, macht schwerste Zeiten durch, das weiß Nicole Krömer genau. Die ausgebildete Trauerbegleiterin hat daher mit ihren Kolleginnen Barbara Franke-Raß und Martina Meinken einen neuen Schwerpunkt in der Arbeit des Delmenhorster Hospizdienstes aufgebaut.

Im offenen Trauercafé können sich alle Menschen, die trauern zum gemeinsamen Austausch treffen. Begleitet werden sie dabei immer noch mindestens zwei ausgebildeten Trauerbegleiterinnen. Jeden ersten Dienstag im Monat, beginnend ab dem 7. August, treffen sich die Trauernden beim Hospizdienst an der Mühlenstraße 112.

In jedem Trauernden liegt Kraft

Zwischen 18 und 20 Uhr kann sich dann über die Trauer ausgetauscht werden, denn in jedem Trauernden liegt Kraft und Lebensantrieb, wie Martina Meinken betont. Die Koordinatorin des Projekts möchte das hervorheben und betont, dass sich die Arbeit an alle erwachsenen Trauernden richte: „Die meisten Teilnehmer von Trauergruppen haben ihre Ehepartner verloren, aber auch Menschen, die ihre Kinder verloren haben, sind herzlich eingeladen.“

Die drei Initiatorinnen bitten vorab um telefonische Anmeldung und ein erstes Kennenlern-Gespräch unter Telefon (04221) 1231688. Bereits jetzt sei geplant, das Angebot ab dem Frühjahr 2019 auszuweiten, sodass sich die Trauernden verlässlich und nach festen Ritualen treffen können.

Angebote offen für alle

Das neue Angebot des Hospizdienstes ist komplett kostenfrei und richtet sich an Menschen aller Religionen und jeder Herkunft. Selbstverständlich unterstehen die Trauerbegleiterinnen der Schweigepflicht, sodass die Betroffenen sich keinerlei Sorgen machen müssen.


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