Befragung in Delmenhorst Nachbarschaftsbüro will Deichhorster stärker vernetzen

Von Jasmin Johannsen

Ein Klemmbrett fungiert als Staffelstab (v.li.): Alexandra Hildener gibt Anna Brökling und ihren Kolleginnen Gülin Tasoglu, Cornelia Lindemann-Ridder und Marie-Christin Kaiser Tipps zur aktivierenden Befragung. Foto: Jasmin JohannsenEin Klemmbrett fungiert als Staffelstab (v.li.): Alexandra Hildener gibt Anna Brökling und ihren Kolleginnen Gülin Tasoglu, Cornelia Lindemann-Ridder und Marie-Christin Kaiser Tipps zur aktivierenden Befragung. Foto: Jasmin Johannsen

Delmenhorst. Durch eine Befragung will das Nachbarschaftsbüro Deichhorst seine Stadtteilbewohner besser kennenlernen. Ab Montag ziehen die Mitarbeiterinnen von Tür zu Tür, um mit den Menschen zu sprechen.

„Wir möchten gerne wissen was die Menschen in unserem Stadtteil bewegt und was sie brauchen, um sich wohler zu fühlen“, sagt Anna Brökling vom AWO Nachbarschaftsbüro in Deichhorst. Zu diesem Zweck führen sie und ihre Mitarbeiterinnen Gülin Tasoglu, Cornelia Lindemann-Ridder und Marie-Christin Kaiser ab der kommenden Woche eine aktivierende Befragung im Wohnquartier durch. Von Montag, 6. August, bis Sonntag, 2. September, sind die vier Frauen unterwegs, um die Deichhorster und ihre Wünsche näher kennen zu lernen.

Tipps gab es vorab von der Diakonie-Mitarbeiterin Alexandra Hildener aus dem Hasporter Nachbarschaftsbüro, die den Staffelstab in Form von Klemmbrett und Stift an das Deichhorster Team weiterreichte. In Hasport wurde die aktivierende Befragung schon vor einigen Wochen durchgeführt. „Gerade sind wir dabei die Gespräche auszuwerten, damit wir die Ergebnisse am 10. August vorstellen können“, berichtet Hildener. Rund 160 Bewohner und Bewohnerinnen hatte sie innerhalb von vier Wochen mit ihrer Kollegin Elke Munderloh befragt. Dabei habe sie stets eine „herzliche Atmosphäre“ erlebt. „Insgesamt wurde die Befragung bei uns im Stadtteil sehr gut angenommen“, freut sich Hildener.

Vier Wochen unterwegs

Auf einen ähnlichen Erfolg hofft nun auch das Deichhorster Nachbarschaftsbüro. Vier Wochen lang wird das Team um Brökling immer montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr an Türen im Stadtteilgebiet klingeln, um mit den Anwohnern ins Gespräch zu kommen. „Vorrangig geht es darum zu erfahren was die Leute gut finden, was nicht und ob es neue Ideen gibt“, erklärt Brökling und fügt hinzu: „Die Umsetzung liegt dann bei den Bewohnern, wir treten nur als eine Art Vermittler auf.“

Stichprobenartige Umfrage

Rund 5000 Menschen würden in Deichhorst leben, da könne das Team nicht jeden und jede befragen. Deshalb werden die Bewohner stichprobenartig ausgewählt. „Niemand muss mit uns sprechen, wir würden uns aber über eine rege Teilnahme freuen. Die Befragung ist natürlich vollkommen anonym“, appelliert Brökling. Sprachliche Barrieren sollen mithilfe von Übersetzungen anderer AWO-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen gelöst werden. Wer nicht zu Hause an der Befragung teilnehmen möchte, kann dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr vor Ort in den AWO-Räumlichkeiten an der Alfred-Rethel-Straße 1 das Gespräch mit dem Team suchen. „Am 10. September sind alle Deichhorster herzlich in das Nachbarschaftsbüro eingeladen, um die Ergebnisse der Befragung zu besprechen“, kündigt Brökling an. Damit der Stadtteil gemeinsam gestaltet werden kann, sollen dann Ideen, Wünsche und Meinungen diskutiert werden.


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