Sommerschlussverkauf Delmenhorst Händler wollen milderen Sommer für Rabattgeschäft

Von Kai Hasse

Sommerschlussverkauf in Delmenhorst: Nach einem nicht existenten Frühjahr hoffen Händler, noch Frühjahrsware und Sommerware an den Kunden zu bringen. Hohe Temperaturen bremsen dabei die Shopping-Begeisterung. Foto: Kai HasseSommerschlussverkauf in Delmenhorst: Nach einem nicht existenten Frühjahr hoffen Händler, noch Frühjahrsware und Sommerware an den Kunden zu bringen. Hohe Temperaturen bremsen dabei die Shopping-Begeisterung. Foto: Kai Hasse

Delmenhorst. Der Sommerschlussverkauf ist eingeläutet. Ob die Lager der Delmenhorster Geschäfte leer werden, hängt auch an den Temperaturen in der Region.

Einzelhändler schauen in den Wetterbericht – und das aus wirtschaftlichen Überlegungen. Derzeit läuft der Sommerschlussverkauf an, und auch der ist abhängig von den unerträglichen Sommertemperaturen. Die Hoffnung der Delmenhorster Händler ist es, ihre Lager leer zu bekommen. Ihre Sorge ist, dass sie bei der Hitze die Menschen nicht in die Stadt locken können.

Frühlingsware ist liegengeblieben

Mit Beginn des Augustes startet der Sommerschlussverkauf. „Die Lager müssen leer werden“, sagt Christian Wüstner, Sprecher der Einzelhändler in Delmenhorst. Das sagt er besonders mit Blick auf Modegeschäfte, deren Ware speziell wetterabhängig ist. „Es ist viel Frühlingsware liegengeblieben“, sagt der Sprecher – denn der Sommer kam im Mai mit einem harten Schnitt, ohne große Übergangszeit. Zudem starten alle Mitbewerber, auch die Ketten, in den obligatorischen Verkauf. „Wer da nicht mitmacht, hat einen Nachteil. Die Kunden nehmen Rabatt-Aktionen durchaus wahr.“

Kein Schlendern in der Hitze

Dabei spielt das Wetter aber durchaus seine Rolle, weshalb es aus Wüstners Sicht und der Meinung vieler Einzelhändler derzeit durchaus etwas kühler sein könnte: „Der Erfahrungswert ist, dass ab etwa 30 Grad der Großteil der Kunden seine Zeit lieber am Swimmingpool, im Garten oder am See verbringt.“ Das Wegbleiben aus der steinernen Bratpfanne Stadt vermasselt dann auch durchaus ein wenig den Verkauf: „Es kann eine zweistellige Prozentzahl sein, die dann ausbleibt. Das kann dann wehtun.“ Und erneut sei es die Modebranche, die davon betroffen sei: Bei ihr werde die Ware oft lange im Voraus bestellt, und später sei es schwer, bei nicht passendem Wetter zu reagieren. Produkte, die ebenfalls von zu heißem Wetter betroffen sein dürften, seien Elektroartikel, meint Wüstner. Die würden die Kunden auch online bestellen, weil sie klar mit Maßen und Werten definierbar sind, und nicht beispielsweise wie Kleidung genauer inspiziert werden müsse wie bei einem Einkaufsbummel – der wegen der Hitze dann ausfallen könnte.

Hoffen auf gutes Geschäft mit Sommerartikeln

Julian Flocke, Chef von drei Geschäften in der Innenstadt, hofft auf ein gutes Timing des Wetters: „Noch ist es heiß, und sicherlich suchen manche ihren Bikini heraus und stellen fest, dass sie einen neuen brauchen können.“ Aber wenn der Sommerschlussverkauf durch ist, also mit Ablauf des Augusts, müsse dann auch Herbstwetter her, damit dann seine Ware für Übergangsmode wieder passt. „Die Sonne muss also ein Ende haben“, sagt er. Und derzeit könnten es durchaus einige Grad weniger sein. „Schauen Sie in die Stadt, sie ist leer. Es ist den Leuten zu warm für einen Einkaufsbummel.“


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