Josef-Hospital Delmenhorst Festwoche zum zehnjährigen Bestehen der Palliativstation

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Aus vollem Herzen: Mit dem Verkauf von selbstgefertigten Kuschel-Kissen unterstützt der Förderverein der Palliativstation das Wirken im Krankenhaus. Foto: Marco JuliusAus vollem Herzen: Mit dem Verkauf von selbstgefertigten Kuschel-Kissen unterstützt der Förderverein der Palliativstation das Wirken im Krankenhaus. Foto: Marco Julius

Delmenhorst. Die Palliativmedizin will Menschen mit unheilbaren Erkrankungen die verbleibende Lebenszeit erleichtern. In Delmenhorst gibt es dafür seit nunmehr zehn Jahren eine eigene Station.

Sie hat sich sehr schnell nach ihrer Einrichtung fest etabliert – und jetzt feiert sie in Kürze bereits ihr zehnjähriges Bestehen; Die Palliativstation im Josef-Hospital Delmenhorst. Dr. Ales Stanek, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Palliativmedizin und Schmerztherapie, freut sich „auf eine Festwoche mit Führungen, Schulungen, Informationsveranstaltungen, einem Abschlussfest und vielem mehr“.

Vom 14. bis 18. August soll die Festwoche Interessierten einen breiten Einblick in das palliative Angebot bieten. Nach der offiziellen Eröffnung am 14. August, 10 Uhr, steht im Verlauf der Woche ein buntes Angebot bereit. Zur Eröffnung gibt es zunächst Vorträge und Führungen über die Palliativstation. Am Mittwoch, 15. August, stellt sich von 11 bis 13.30 Uhr das Pflegeteam der Palliativstation vor. Dabei geht es auch um komplementäre Pflegetechniken wie Aromatherapie, Akupressur, Basale Stimulation und Spezielle Mundpflege (Voranmeldung unter (04221) 9956987). Um 16 Uhr folgt am selben Tag eine öffentliche Informationsveranstaltung im Blauen Salon unter dem Titel „Letzte Hilfe – Was ist zu tun am Lebensende?“. Die Angehörigenschulung wird dabei vorgestellt. Um 19 Uhr beginnt dann ein Vortrag von Dr. Stanek zum Thema „Am Lebensende Schmerz, Angst oder Luftnot – muss ich in die Schweiz, Belgien oder Niederlanden reisen?“.

Kabarett zum Thema „Lebenslust“

Am Donnerstag, 16. August, stehen von 10 bis 14 Uhr folgende Themen im Fokus: „Palliativmedizinischer Dienst – Kein freies Bett auf der Palliativstation – was tun?“, „Sozialdienst – Was muss ich wissen? Pflegeberatung, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung“, „Ergotherapie – ,Es tut so gut‘! Ergotherapie im palliativen Kontext kennenlernen“, „Physiotherapie– Palliativ mobil“ und „Seelsorge – Ritual der Stille im Andachtsraum“.

Am Freitag, 17. August, stellen sich von 10 bis 14 Uhr der Förderverein der Palliativstation, die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung, die Ambulanten Hospizdienste Delmenhorst und Ganderkesee und die Musiktherapie im palliativen Kontext vor. Um 20 Uhr folgt eine Kabarett-Veranstaltung mit Andre Müller. Der Titel lautet „Lebenslust“.

Am Abschlusstag, Samstag, 18. August, 15 bis 19 Uhr, soll es ein Fest geben. Kaffee und Kuchen, ein Grillstand, ein Eiswagen und kleine Auftritte der Klinikclowns Bremen gehören zum Programm. Gegen 18 Uhr startet das Finale mit einer Erinnerungsrede „Zehn Jahre Palliativstation“ und dem Erinnerungsritual „Mein Wunsch an Dich im Feuer“. Zudem tritt ein Gospelchor auf.

Beschweren lindern

„Die Palliativmedizin will Menschen mit unheilbaren Erkrankungen die verbleibende Lebenszeit erleichtern“, sagt JHD-Sprecherin Aline Becker. „Spätestens, wenn die medizinischen Möglichkeiten zur Heilung einer Krankheit ausgeschöpft seien und die Lebenserwartung nur noch begrenzt sei, beginne die Palliativmedizin. „Wichtigstes Ziel der Palliativmedizin ist es, Beschwerden zu lindern und eine höchstmögliche Lebensqualität für die Patienten zu erreichen“, betont Becker.


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