Aktion für Tarifverträge Delmenhorster AWO-Chef lobt Vorstoß für gute Pflege

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In der Pflege soll sich nach einem neuen Plan einiges zum Guten wenden. Symbolfoto: dpaIn der Pflege soll sich nach einem neuen Plan einiges zum Guten wenden. Symbolfoto: dpa

Delmenhorst Bundesweit wird mit der „Aktion Pflege“ eine höhere Attraktivität der Pflegeberufe angestrebt. Der Delmenhorster Dr. Harald Groth, der Vorsitzender des AWO-Verbandes Weser-Ems ist, sieht das Vorhaben auf einem richtigen Weg, wie er jetzt in einer Pressemitteilung festhält.

Bestandteil der Aktion ist unter anderem die Idee eines allgemeinverbindlichen Tarifvertrages in den Pflegeberufen. Laut Groth sei diese Aktion der richtige Weg, um die Pflege in Deutschland zukunftsfest zu machen. „Es besteht ein gesellschaftlicher Konsens, dass die Pflege gestärkt werden muss. Der Fachkräftemangel ist mittlerweile akut. Die Politik geht mit der konzertierten Aktion Pflege den richtigen Weg“, so der AWO-Vorsitzende, der auch SPD-Ratsherr im Stadtrat Delmenhorst ist.

Rahmenbedingungen verbessern

Die Rahmenbedingungen der stationären Pflege müssten laut Groth dringend verbessert werden, um in Zukunft das nötige Personal vorhalten zu können. Zentral seien hierbei die bessere Ausstattung mit Personal und gleiche tarifliche Regelungen für alle Anbieter. „Wir brauchen bundeseinheitliche Regelungen und Standards für alle. Die föderale Marktstruktur hat dem Bereich eher geschadet als genutzt. Wir erleben in der Branche häufig eine negative Wettbewerbsspirale über die Personalkosten. Die Versorgung der Bevölkerung mit pflegerischen Diensten steht auf dem Spiel“, so Groth weiter.

Mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland

Neben guten Tarifverträgen sind auch mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland, eine Finanzierung durch die Kassen und eine Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive nach derzeitigem Stand Bestandteil der „Aktion Pflege“. Vorangetrieben wird die Aktion von Familienministerin Franziska Giffey, Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil (beide SPD) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Die AWO betont, dass Verbesserungen in der Personalsituation nicht auf Kosten der Betreuten zu machen seien. Die Pflege sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und daher auch solidarisch durch alle zu finanzieren.


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