580 neue Plätze in den nächsten Jahren Stadt Delmenhorst drückt beim Kita-Bau auf die Tube

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Die Arbeiter Kevin Krull (li.) und Lukas Klockgether waren in den vergangenen Tagen vor der neuen Kita „Kinderregenbogenland“ an der Hasberger Straße mit letzten Arbeiten vor der Öffnung am 6. August beschäftigt. Foto: Frederik GrabbeDie Arbeiter Kevin Krull (li.) und Lukas Klockgether waren in den vergangenen Tagen vor der neuen Kita „Kinderregenbogenland“ an der Hasberger Straße mit letzten Arbeiten vor der Öffnung am 6. August beschäftigt. Foto: Frederik Grabbe

Delmenhorst. Eine steht kurz vor der Vollendung, eine öffnet nächstes Jahr, drei weitere befinden sich in der Planung: Die Stadt Delmenhorst arbeitet mit Macht am Ausbau ihrer Kitalandschaft. Möglich macht es die Schablonenbauweise. 580 neue Plätze sollen in den nächsten Jahren entstehen.

Die Stadt Delmenhorst arbeitet im Eiltempo daran, neue Kita- und Krippenplätze im Stadtgebiet zu schaffen. In den nächsten Jahren will sie insgesamt 580 neue Plätze im Kindergarten- und Krippenbereich schaffen. Das teilt das Rathaus auf dk-Anfrage mit.

Derzeit hat die Stadt fünf Kitas in der Mache:

  • Die DRK-Kita „Regenbogen-Kinderland“ an der Hasberger Straße neben der Käthe-Kollwitz-Schule soll wie geplant am 6. August in Betrieb gehen. Hier sind derzeit letzte vorbereitende Arbeiten wie die Möblierung im Gange.
  • Auch nimmt die Kita an der Otto-Jenzok-Straße deutliche Konturen an. Anfang Januar 2019 soll sie den Betrieb aufnehmen. Bauträger ist die GSG.
  • Ebenfalls ist eine Einrichtung an der Moorkampstraße geplant. Baubeginn soll im Frühjahr 2019 sein, Fertigstellung Ende 2020.
  • Und zwei weitere Kitas plant die Stadt derzeit: an der Schreberstraße und im Wollepark nämlich. In beiden Fällen sind Mittel in den Haushalten 2019 bis 2021 angemeldet.

Schablonen-Bauweise soll Tempo bringen

Jede Kita hat dabei eines gemein: Jede von ihnen soll 75 Kindergarten- und 30 Krippenkindern Platz bieten. Das ist er neuen Standard-Bauweise geschuldet, die die Stadt konzipiert hat. Zeit und Geld sollen durch flexible Module im Holzrahmenbau gespart werden. Dementsprechend bewegen sich die Kosten für jede Kita in einem ähnlichen Bereich zwischen 3,1 und 3,5 Millionen Euro. Zusammengerechnet ergeben sich Kosten von 16,15 Millionen Euro, ist den Angaben der Stadt zu entnehmen. Teilweise fließen auch Fördergelder: An der Moorkampstraße kommen beispielsweise zwei Millionen Euro aus dem Integrationsförderfonds des Landes. Insgesamt sollen auch durch Erweiterungen wie in der Krippe an der Apostel-Kirche somit 580 Plätze für Krippen- und Kita-Kinder geschaffen werden.

(Weiterlesen: Mit Bauarbeiten für mehr Kindergartenplätze in Delmenhorst)

Kostensteigerungen und Verzögerungen kündigen sich an

Allerdings gibt es auch Stolpersteine auf diesem Weg: Neben der Frage, ob die geplanten Kitas mögliche Einsparungen in den Haushalten überstehen, erwartet der zuständige Fachbereichsleiter Andreas Tensfeldt Kostensteigerungen zwischen zehn bis 25 Prozent bei Neubau-, Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen, wie er unlängst mitteilte. Außerdem sei die Auslastung des Handwerks im allgemeinen Bauboom sehr hoch, sodass die Verfügbarkeit von Handwerkern schwierig geworden ist. Die Folge hieraus könnten Verzögerungen sein. Das hat sich zuletzt etwa bei der Kita an der Hasberger Straße gezeigt.

(Weiterlesen: Kitabedarfsplanung in Delmenhorst sieht 19-Millionen-Euro-Investition vor)

Personelle Engpässe befürchtet

Kita Otto-Jenzok-Straße, Bauarbeiten, Foto: Frederik Grabbe

Zudem steht die Frage offen, wie die Stellen in den neuen Kitas besetzt werden sollen. Hier stellt die Stadt seit Längerem einen „ anhaltenden Fachkräftemangel “ fest. Zwar gibt es Fördermittel, etwa über die Quik-Richtlinie, die bis 2021 läuft. Doch diese biete Quereinsteigern erst im laufenden Betrieb eine Chance, heißt es von der Stadt auf Nachfrage.


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