Öffentlichkeitsarbeit Goldenes Buch der Stadt Delmenhorst wohl behütet

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Delmenhorst. Ein positives Bild der Stadt Delmenhorst mit einfachen Mitteln nach außen tragen: Das ist Aufgabe der Stabsstelle Kommunikation im Delmenhorster Rathaus. Dort wird unter anderem über so manchen Schatz und verschiedene diplomatisch wichtige Gegenstände gewacht.

Es ist ein schwerer und wohl behüteter Schatz, der mit den Jahren immer seltener ausgepackt wird: das goldene Buch der Stadt Delmenhorst. „Mit dank für den wunderbaren Empfang“ hat sich dort Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen verewigt. Auch der türkische Botschafter oder der frühere Umweltminister Sigmar Gabriel finden sich auf den Seiten mit goldenem Rand. „Es ist wohl behütet, denn davon gibt es nur eines“, betont Stadtsprecher Timo Frers. Niedersächsische Ministerpräsidenten lassen sich darin des öfteren finden. Aber auch große Namen wie Willy Brandt oder Helmut Schmidt stehen unter dem Stadtwappen. Die Gestaltung der Seiten hat sich im Laufe der Jahrzehnte immer wieder verändert. Das Delmenhorster Wappen findet sich in gedruckter wie auch handbemalter Form zwischen wichtigen Gästen der Stadt.

Besondere Geeste

„Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz, wer sich dort einträgt und wer nicht“, erklärt Frers. Es sei nicht nur wichtig, wer sich darin mit seiner Unterschrift verewigt. Zu einer kurzen Stippvisite auf einer Wahlkampftour werde das Buch eher weniger rausgeholt, zu einem Empfang im Rathaus aber sehr wohl. Sechs Jahre hat dort auch niemand unterzeichnet. Für viele Anlässe werden Gästebücher ausgelegt, von denen schon einige gefüllt wurden in den Jahren. In ihnen kann sich jeder verewigen. Im goldenen Buch ist hingegen noch genug Platz, damit es ein Jahrhundert im Einsatz sein kann. Der erste Eintrag ist von Oberbürgermeister Rudolf Königer am 26.7.1951.

Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus in Hasbergen im Februar 2017: Für solche offiziellen Anlässe ist die Verwaltung vorbereitet. Foto: Frederik Grabbe

Tischfahnen und Spaten

Ebenfalls wohl behütet sind kleine Tischfähnchen der Delmenhorster Partnerstädte. Kommen Vertreter zu Besuch, sind sie ein wichtiges Utensil. Auch in einem anderen Bereich der Verwaltung hat man sich um eine positive Außendarstellung zu besonderen Anlässen bemüht. Der Fachbereich Gebäudemanagement hat sich extra für symbolische erste Spatenstiche ein paar Spaten besorgt und diese aufgehübscht, wie Timo Frers berichtet. Mit Bändern in den Stadtfarben und dem Stadtwappen auf dem Stiel. „Damit wird Verbundenheit gezeigt.“ Auch kleine Nadeln mit dem Stadtwappen fürs Revers gibt es. „Soetwas halten wir auch vor.“

Geschenke für Gäste

Damit wichtige Gäste auch mit einer Erinnerung an Delmenhorst nach Hause gehen, werden auch ab und zu individuell gestaltete Wassertürme oder das Delmenhorster Jahresplakat mit in die Heimat gegeben. „Dafür werden Steuermittel bewusst und sorgsam eingesetzt, damit jemand unsere Stadt im Blick behält.“ Dazu gibt es zahlreiche günstige Artikel, die zum Beispiel an Schulklassen verteilt werden. Das Logo „Delmenhorst verbindet“ findet sich auf Kaffeetassen, Büroklammern oder Schreibblöcken. „Manche freuen sich über die Tasse sehr.“ Zusammen mit einem Linolschnitt der Stadtsilhouette verweist es auch auf Schokotäfelchen, Pfefferminzdöschen, Schreibblöcken oder Kugelschreibern auf den Herkunftsort. „Wir sind kein Tourismusbüro. Die Geschenke sind zum Beispiel für offizielle Gäste oder neue Mitarbeiter. Wir können damit Schulklassen begeistern oder auch Ehrenamtlichen für ihre Leistung danken.“ Auch bei Alters- oder Ehejubiläen gebe es Präsente. „Dabvei geht es um Aufmerksamkeit. Gerade bei den Ehrenamtlichen geht es darum, Leute zu ehren, die sonst nicht vergütet werden.“ Eine besonders gestaltete Urkunde werde ebenfalls überreicht.


Der Stadtslogan und das Wappen werden sorgsam eingesetzt. „Wir wollen seriös, stilvoll und nicht aufdringlich zu sein“, betont Timo Frers, dem ein einheitliches Auftreten besonders wichtig ist. Betrachtet man alle Broschüren, Stadtpläne oder Give-aways, fällt sofort die einheitliche Gestaltung auf. „Es ist unser tägliches Bestreben, Menschen auf möglichst einfache und authentische Art und Weise den Alltag so positiv wie möglich zu gestalten.“ Die mit Abstand beliebteste Broschüre sei „Delmenhorst. Alles drin“. Auch im Internet, bei Youtube mit dem Stadtfilm und bei Twitter und Instagram unter dem Benutzernamen Delmenhorst_de. Der Stadtfilm auf Youtube wurde schon fast 20.000 Mal aufgerufen. „Das ist exorbitant viel für einen Stadtfilm“, freut sich Timo Frers. Der Hashtag #echtDelmenhorst werde dagegen noch sparsam eingesetzt, er soll für besondere Aktionen verwendet werden.


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