Hitzewelle in Delmenhorst Tierschutzverein: Vierbeinern genug Wasser anbieten

Von Sascha Sebastian Rühl

Auch bei offenem Fenster sollten Hunde nicht im Auto allein gelassen werden, warnt der Tierschutzverein.Foto: Jens Schierenbeck/dpaAuch bei offenem Fenster sollten Hunde nicht im Auto allein gelassen werden, warnt der Tierschutzverein.Foto: Jens Schierenbeck/dpa

Delmenhorst Die heißen Temperaturen bedeuten auch für Tiere große Anstrengungen. Der Tierschutzverein gibt Tipps, wie man ihnen den Sommer erträglicher machen kann.

DDie hohen Temperaturen machen auch den Tieren zu schaffen. „Man kann beobachten, dass sie sich Schattenplätze suchen und sich weniger bewegen“, sagt Ulrike Büthe, Pressesprecherin des Tierschutzvereins Delmenhorst und umzu. Tierhalter sollten unbedingt darauf achten, verdunkelte Bereiche und genug Wasser bereit zu halten. „Auch unterwegs“, gibt sie einen wichtigen Tipp. Ausgedehnte Spaziergänge oder auch Fahrradfahrten mit dem Hund sollten generell in einem heißen Sommer wie diesem vermieden werden. „Man sollte immer überlegen, wie man sich als Mensch gerade fühlt und das aufs Tier übertragen.“ Auch kurzfristig und bei offenem Fenster sollten Hunde keinesfalls alleine im Auto gelassen werden, das sei lebensgefährlich.

Für Schatten sorgen

Eine weitere Möglichkeit, Haustieren einen erträglicheren Sommer zu ermöglichen, sei Fenster von außen abzudunkeln. „Wir haben an der Katzen-Quarantäne-Station gerade Jalousien angebaut.“ Auch Planschbecken helfen durch einen heißen Sommer. „Die Abkühlung bei Hunden und Katzen erfolgt über Pfoten.“ Eine Schale Wasser im Garten gebe auch verschiedenen Wildtieren wie Vögeln und Igeln eine Möglichkeit zu trinken.

Wildtieren geht es noch gut

Keine Gefahr für die sieht indes der Delmenhorster Helmut Blauth, stellvertretender Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen. „Die Tiere sind wenig betroffen. Die Wildschweine bleiben wegen der Hitze in den Wäldern, der Feldhase profitiert vom Wetter.“ Der sei ein Steppentier und verdunste Wärme über seine Löffel. „Ich sehe momentan viele viele Junghasen und auch Fasane.“ Einige Krankheiten des Feldhasens gingen wegen der hohen Temperaturen zurück. Momentan gebe es noch kühlen Wind und die Gräben führten noch Wasser. „Bei den Nutztieren ist das Wetter aber eine Katastrophe“, betont Blauth. Das Grünland sehe vielerorts schon aus wie eine Steppe und die Vorräte für den Winter seien bereits geschmälert.


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