Zu 60 Jahren Gleichberechtigungsgesetz Nur vier Frauen 1958 im Delmenhorster Stadtrat

Von Dirk Hamm

Kommunalpolitik anno 1960: Vier Frauen verlieren sich im Kreise der meist männlichen Delmenhorster Ratsmitglieder. Foto: Stadtarchiv DelmenhorstKommunalpolitik anno 1960: Vier Frauen verlieren sich im Kreise der meist männlichen Delmenhorster Ratsmitglieder. Foto: Stadtarchiv Delmenhorst

Delmenhorst. Politik ist reine Männersache – diese Haltung war noch vor gar nicht allzu langer Zeit allgemein verbreitet.

In den von veralteten Rollenbildern beherrschten „Wirtschaftswunder“-Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg waren Frauen vom Bundestag bis hinunter in die Kommunalparlamente Ausnahmeerscheinungen. Dies zeigt das Gruppenbild des Delmenhorster Rats aus dem Jahr 1960: Lediglich vier weibliche Ratsmitglieder verlieren sich in der Riege der meist älteren Herren.

In der zweiten Reihe sind (v. l.) Gertrud Steffen (SPD), Frieda Teuber (GB/BHE) und Enna Masemann (SPD) zu erkennen. Darüber steht Gertrud Kujaw (SPD). Vier von 31 Ratsmitgliedern waren Frauen, heute sind es zwölf von 45 – immerhin eine prozentuale Verdopplung. Dennoch ist rein zahlenmäßig die Dominanz der Männer ungebrochen.


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