Delmenhorster Problemviertel Polizei: Kontrollen im Wollepark zeigen Wirkung

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Laut Polizei hat sich die Lebensqualität im Wollepark verbessert. Deutlich wurde das unter anderem bei der Aktion „Delmenhorst singt ... im Wollepark“.Foto: Marie BusseLaut Polizei hat sich die Lebensqualität im Wollepark verbessert. Deutlich wurde das unter anderem bei der Aktion „Delmenhorst singt ... im Wollepark“.Foto: Marie Busse

Delmenhorst. Der Wollepark ist in den vergangenen Jahren sicherer geworden. Polizei und Vermieter sehen ihre Maßnahmen als erfolgreich an.

Die verstärkten Kontrollen im Bereich des Wolleparks haben in den vergangenen Jahren Wirkung gezeigt. Das teilt die Polizeiinspektion Delmenhorst auf Anfrage mit. Das Gelände rund um die Straße Am Wollepark habe nicht nur aus polizeilicher Sicht zu einem Problembereich gezählt. Seit Sommer 2016 gab es daher in der Umgebung verstärkte und unregelmäßige Kontrollen von Personen und Fahrzeugen, die etwa anderthalb Jahre anhielten. „Dabei sind circa 2.000 Personen und fast 500 Fahrzeuge kontrolliert worden. Es wurden viele Strafverfahren eingeleitet, die zum größten Teil Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und Fahrerlaubnisrecht beinhalteten“, resümiert die Polizei.

Viele Autos nicht versteuert

Dabei kamen die Beamten auch Steuerhinterziehern auf die Spur. „Zudem wurden viele Vergehen gegen das Kraftfahrzeugsteuergesetz festgestellt, weil unzählige Fahrzeuge noch nicht in Deutschland angemeldet und damit auch nicht versteuert waren.“ Aber auch Verstöße gegen abfallrechtliche Vorschriften wurden geahndet. Insbesondere die illegale Entsorgung von Müll und Altfahrzeugen.

Bewohner anfangs skeptisch

Durch diese Kontrollen, die von Bewohnern der Wohnhäuser anfangs skeptisch und zuletzt sogar wohlwollend gesehen wurden, konnte laut Polizei nicht nur das subjektive Sicherheitsempfinden der Anwohner gesteigert werden. Von Beginn der Maßnahmen bis zum Ende des Jahres 2017 wurde ein kontinuierlicher Rückgang von polizeilichen Einsätzen registriert. Die statistische Erfassung endete Ende Dezember 2017. Der verzeichnete Rückgang polizeilicher Einsätze sei in einigen Rückmeldungen von Anwohnern bestätigt worden. „Sie fühlten sich nicht nur sicherer als zu Beginn der Kontrollen, sondern auch wohler und bedankten sich ausdrücklich bei der Polizei.“

Zusammenarbeit mit Verwaltung gelobt

Zu den polizeilichen Maßnahmen kamen bauliche Veränderungen. „Durch den Abriss von einzelnen Wohnblöcken fällt mehr Licht in das Wohnviertel. Der Kinderspielplatz wurde neugestaltet“, nennt die Polizei positive Veränderungen, die von der Verwaltung verantwortet werden. „Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei Delmenhorst kann als erfolgreich bezeichnet werden und hat sich bewährt“, heißt es abschließend von der Polizei.

Vermieter und Mieter zufrieden

Zufrieden mit der Entwicklung im Wollepark zeigt man sich auch bei Grand City Property (GCP), Eigentümer von Wohnhäusern im nördlichen Teil des Quartiers. „Die Erfolge zeigen sich auch in der Minimierung des Leerstands und der Fluktuation“, teilt Sprecherin Katrin Petersen mit. „Erfreulicherweise berichten auch unsere Mieter uns immer wieder von der Steigerung ihrer Wohnqualität.“

Investitionen zahlen sich aus

GCP hat viel in den Standort investiert. „Die baulichen Maßnahmen umfassen unter anderem umfangreiche Arbeiten in den Wohnungen, Fassaden, Außenbereichen, einen neuen großen Spielplatz an der Schwabenstraße.“ Auch habe man für den Nachbarschaftsladen „Geben und nehmen“ Flächen zur Verfügung gestellt. Auch Hundetütenspender werden von dem Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Wachdienst sorgt nachts für Sicherheit

Seit Juni 2017 gibt es auch einen privaten nächtlichen Wachdienst. „Dieser ist in den späteren Abend- und Nachtstunden in und rund um unsere Wohnhäuser vor Ort. Der Service dient als zusätzliches Auge vor Ort in den Abendstunden.“ Der Sicherheitsdienst habe unter anderem erfolgreich bei der Prävention von Mülltourismus und Vandalismus beigetragen, resümiert Katrin Petersen.


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