Führung in der Stadtkirche Einblicke in die Delmenhorster Grafengruft

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Zeugen der Zeit aus Zinn: In der Grafengruft unter der Stadtkirche stehen die Zinnsärge der letzten Grafenfamilie der Stadt. Archivfoto: M. JuliusZeugen der Zeit aus Zinn: In der Grafengruft unter der Stadtkirche stehen die Zinnsärge der letzten Grafenfamilie der Stadt. Archivfoto: M. Julius

Delmenhorst. Kirchenführerin Barbara Stolberg lädt zu einem Gang durch Kirche und Gruft. Die christliche Taufe bildet dabei am kommenden Samstag einen thematischen Schwerpunkt.

Die vier Zinnsärge der letzten Grafenfamilie, gelegen in der Grafengruft unter der Stadtkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit, gelten als einzigartiges Zeugnis der vorindustriellen Geschichte Delmenhorsts. Das prächtige Renaissance-Schloss auf der Burginsel jedenfalls, das existiert längst nicht mehr. Dadurch haben die erhaltenen Särge eine noch größere Bedeutung gewonnen.

Graf Anton II. ist 1619 gestorben, seine Frau Sibylla Elisabeth hat 1630 das Zeitliche gesegnet. 1640 verstarb dann die Tochter, Gräfin Sibylla Maria, die Schwester des Grafen Christian, der sieben Jahre später schicksalhaft vom Ross stürzte und keine 35 Jahre alt wurde.

Das Interesse an der Grafengruft, die dringend einer Renovierung bedarf, ist groß. Am Samstag, 21. Juli, beginnt um 11 Uhr wieder eine Führung, in der die Stadtkirche sowie die Grafengruft im Zentrum der Ausführungen stehen. Thematisch wird Kirchenführerin Barbara Stolberg dieses Mal vor allem auf die christliche Taufe und das Taufbecken eingehen. Ein Gang in die Grafengruft gehört aber natürlich ebenso zum Programm der Führung. Treffpunkt ist um 11 Uhr vor dem Haupteingang. Der Eintritt ist frei, eine Spende erbeten.


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