„Offene Pforte“ in Delmenhorst Das Mittelmeer rauscht im eigenen Garten

Meine Nachrichten

Um das Thema Delmenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Delmenhorst. Für Gartenfreunde gab es am Samstag gleich zwei spannende Anlaufpunkte in der Stadt. Im Garten des Ehepaars Händel steht dabei auch am Sonntag mediterranes Flair im Mittelpunkt.

Das Gartentor öffnet sich, und der Besucher taucht ein in ein mediterranes Kleinod. Mitten in Delmenhorst, wohlgemerkt: Der Garten von Agnes und Jörg Händel an der Lessingstraße 25 verströmt das Flair südlicher Gefilde, die die beiden so lieben. Das Ehepaar machte am Samstag sein Gartenrefugium für die Allgemeinheit zugänglich, am Sonntag sind Besucher von 14 bis 18 Uhr willkommen. Durch die „offene Pforte“ dürfen Gäste an beiden Tagen ebenfalls im „Garten der Leidenschaft“ von Margret und Rudolf Hoffmann an der Weidenstraße 10 spazieren. Am Sonntag ist hier von 10 bis 17 geöffnet.

40 Leuchten schaffen stimmungsvolle Atmosphäre

Am Samstagnachmittag bereits tröpfelten immer wieder Gartenfreunde bei den Händels herein und ließen sich von der ganz individuell gestalteten Blütenpracht inspirieren. Der besondere Clou folgt dann spät am Abend, denn ab 22 Uhr öffnet sich an der Lessingstraße noch einmal bis Mitternacht die Gartentür für Besucher. 40 Leuchten, die Jörg Händel auf dem Areal verteilt hat, sollen für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgen.

Die Anregungen für die mediterrane Zuflucht, die sie sich auf rund 450 Quadratmetern Grünfläche hinter ihrem Haus an der Lessingstraße geschaffen haben, holten sich Agnes und Jörg Händel in den 13 Jahren, die sie in Spanien gelebt haben. Im hinteren Bereich des Gartens wurde mithilfe von zwölf Tonnen Kies ein Strand angelegt, den Blick auf das Meer ermöglicht die breitflächige Fototapete an der Wand der Essecke.

Freier Blick auf das Gartenidyll

2012 war das Ehepaar wieder nach Delmenhorst zurückgekehrt, richtete sich in dem neu erbauten Haus samt großer Gartenfläche ein. „23 große Bäume standen hier ursprünglich. Davon haben wir nur die Walnuss und die Zwetschge übrig gelassen“, erzählt Jörg Händel. So wirkt alles sehr luftig, von allen Seiten her herrscht freier Blick auf das grüne Idyll.

Während er für die technischen Finessen im eigenen Garten zuständig ist, sind die Pflanzen der Beritt von ihr. Agnes Händel legt dabei Wert auf Vielfalt und Naturnähe, will so den Insekten einen Lebensraum bieten. „Deshalb dürfen bei mir auch abgeschnittene Hölzer herumliegen“, erläutert die 59-Jährige. Und an mehreren Stellen lässt sie die sprießenden Brennnesseln kontrolliert wachsen, der Schmetterlinge wegen. Breiten sich die Brennnesseln zu sehr aus, schneidet die Krankengymnastin sie ab und verwendet sie für Tee. Auch Hündin Ella profitiert: „Ich mache aus den Brennnesseln Smoothies für den Hund.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN