Schau der Gesellenstücke Junge Tischler stellen in Delmenhorst aus

Von Alexandra Wolff

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Hartmut Günnemann, Geschäftsführer der Tischlerinnung der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburger Land, und Carsten Wichmann, Obermeister der Tischlerinnung laden zur neunten Ausstellung „Tischler und Kunst“ ein. Foto: Alexandra WolffHartmut Günnemann, Geschäftsführer der Tischlerinnung der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburger Land, und Carsten Wichmann, Obermeister der Tischlerinnung laden zur neunten Ausstellung „Tischler und Kunst“ ein. Foto: Alexandra Wolff

Delmenhorst. Nachwuchsprobleme gibt es laut Innung beim Tischlerhandwerk nicht. Dennoch inspiriere die Ausstellung „Tischler und Kunst“ junge Menschen bei ihrer Berufswahl.

Als „Stücke fast für die Ewigkeit“ hat Carsten Wichmann, Obermeister der Tischlerinnung Delmenhorst/Oldenburger Land, gestern Objekte bezeichnet, die bei der Ausstellung „Tischler und Kunst“ zu sehen sein werden: Am Sonntag, 8 Juli, zeigen die Tischler-Azubis der Delmenhorster Berufsbildenden Schule II (BBS II) in der Markthalle der Öffentlichkeit, was sie für die laufende Sommerprüfung entworfen haben. „Zu den 15 Gesellenstücken gehören Schreibtische, Vitrinen und auch Couchtische“, zählte Wichmann beispielhaft auf.

„Individuelle Möbelfertigung“

„Zum einen wollen wir die Öffentlichkeit über den Leistungsstand unserer zukünftigen Gesellen informieren“, sagte Hartmut Günnemann, Geschäftsführer der Tischlerinnung, zum Hintergrund der Schau. „Zum anderen wollen wir dem Kreis der Endverbraucher das Leistungsspektrum der individuellen Möbelfertigung aufzeigen, also wie sich das Handwerk auf Kundenbedürfnisse einstellen kann – sei es bei der Holzauswahl oder bei Möbeln, die auf bestimmte Raumformen zugeschnitten werden müssen.“

Kein Fachkräftemangel beim Tischlerhandwerk

Die Präsentation sorge außerdem dafür, dass sich viele junge Menschen mehr für den Beruf des Tischlers interessieren, zeigte sich Günnemann überzeugt: „Allerdings kommt das Tischlerhandwerk bei der Berufswahl ohnehin gut weg.“ Das bestätigte auch Wichmann: „Wir haben nicht mehr die Situation wie vor 20 Jahren, aber Einbrüche verzeichnen wir auch nicht. Im Bereich der Kreishandwerkskammer entscheiden sich pro Jahr 15 bis 20 junge Menschen für eine Tischlerausbildung.“

Um die Besucher der Ausstellung dazu zu bewegen, sich die Gesellenstücke etwas genauer anzuschauen, wird nicht nur die Prüfungskommission über die Gesellenstücke urteilen. „Die Besucher sollen notieren, welches Stück sie am schönsten finden. Und das Gesellenstück mit den häufigsten Nennungen bekommt den Publikumspreis“, sagte Günnemann.

Künstlerin stellt auch aus

Zusätzlich wird am 8. Juli auch eine Künstlerin ihre Werke ausstellen. „Maren Panke aus Wilhelmshaven formt sehr feminine Kunstwerke und Skulpturen“, beschrieb Günnemann die schlanken, stilisierten Frauenfiguren.


Die Ausstellung „Tischler und Kunst“ ist am Sonntag, 8. Juli, von 11 bis 17 Uhr in der Markthalle zu sehen. Um 14 und um 16 tritt für jeweils eine halbe Stunde die Band „Kerschenstone“ auf, die aus aktuellen und ehemaligen Schülern der BBS II besteht.

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