ÖPNV in Delmenhorst Delbus will Angebot im Liniennetz verbessern

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Der Stadtbusverkehr in Delmenhorst soll optimiert werden. Archivfoto: Andreas NistlerDer Stadtbusverkehr in Delmenhorst soll optimiert werden. Archivfoto: Andreas Nistler

Delmenhorst. Veränderungen im Streckennetz und in der Taktung sieht das neue Konzept für den Delmenhorster Stadtbusverkehr vor.

Ab dem Frühjahr 2020 könnte ein neues Konzept für das Stadtbusliniennetz der Delbus greifen, geht alles seinen politischen Gang. Es wäre die erste große Umstellung seit dem Jahr 1999 – und die wäre auch deshalb notwendig, weil sich mittlerweile deutlich mehr Verkehr auf den Straßen tummelt. Was genau hinter dem umfangreichen Konzept steht, das Delbus-Chef Carsten Hoffmann mit seinem Team ausgetüftelt hat, soll am Donnerstag, 5. Juli, ab 17 Uhr im Betriebsausschuss VVD (Tagungsraum der Stadtwerkegruppe an der Fischstraße) präsentiert und auf den Weg gebracht werden.

Bessere Anbindung der Stadtteile angestrebt

Kern des Konzeptes ist dabei „die Anpassung des Tages- und Freizeitliniennetzes an die veränderte Nachfrage im Einkaufs- und Freizeitverkehr“ sowie „die verbesserte Anbindung der Stadtteile mit einer hohen Bevölkerungsdichte“, so ist es der Vorlage für den Ausschuss zu entnehmen.

Unter anderem soll das neue Konzept gewährleisten, dass Pendler bessere Anschlussmöglichkeiten zum Zugverkehr bekommen. Zudem sollen einzelne Linien und Takte angepasst werden, etwa um den wachsenden Stadtteil Neues Deichhorst noch besser anzubinden. Ähnliches gilt auch für den Bereich Zurbrüggen, wo diverse Einkaufsmöglichkeiten bestehen. Profitieren können auch Delbus-Nutzer, die zum Josef-Stift Delmenhorst wollen. Das Krankenhaus soll künftig statt dreimal viermal in der Stunde angefahren werden.

Randzeiten des Busverkehrs im Fokus

Ein weiterer Aspekt des neuen Konzeptes sind die Randzeiten im Busverkehr. So soll das Freizeitliniennetz künftig von Montag bis Sonntag um eine Stunde verlängert werden. Zugleich soll eine sogenannte Nebenverkehrszeit eingeführt werden, die einen besserer Übergang zwischen dem Tages- und dem Freizeitliniennetz gewährleisten könne. Das Tagesliniennetz soll wochentags bereits zwischen 19 und 20 Uhr auf einen Stundentakt umgestellt werden, ohne das sich das Liniennetz verändert. Erst zwischen 21 und 22 Uhr erfolgt dann die Umstellung auf das Angebot des Freizeitliniennetzes mit nur noch sechs Linien, also eine Stunde später als bisher.

Gesamtaufwand von 636.000 Euro kalkuliert

Umsonst ist das neue Konzept nicht zu haben, Zwei neue Busse müssen her, neue Fahrer, auch die Werkstatt bekäme mehr Arbeit. Der Gesamtaufwand wird von der Delbus auf etwa 636.000 Euro geschätzt. Demgegenüber steht eine Anschubfinanzierung durch den Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) sowie eine kalkulierte Einnahmesteigerung durch mehr Fahrgäste. Daraus, so steht es in der Vorlage, ergibt sich für 2020 und 2021 eine Haushaltsbelastung von jährlich 65.000 Euro. Läuft die Anschubfinanzierung aus, bliebe bei einer Einnahmesteigerung von 3 Prozent eine Haushaltsbelastung von 318.000 Euro. Die Stadtverwaltung steht dem neuen Konzept positiv gegenüber.


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